iOS 8 läuft bisher nur auf 52 Prozent aller iDevices

Das sind fünf Prozentpunkte mehr als am 5. Oktober. iOS 7 lief 40 Tage nach Veröffentlichung schon auf rund 77 Prozent aller iPhones, iPads und iPods Touch. Mögliche Gründe für die Zurückhaltung vieler Nutzer sind die anfänglichen Software-Probleme oder auch allein die Größe des Updates.

Apple-Nutzer haben es offenbar weiterhin nicht eilig, ihre Geräte auf iOS 8.x zu aktualisieren. Das am 17. September veröffentlichte Mobilbetriebssystem findet bisher auf 52 Prozent aller iDevices Verwendung. Das besagt Apples jüngste Statistik, die alle iPhones, iPads und iPods Touch berücksichtigt, die am 27. Oktober mindestens einmal auf den App Store zugegriffen haben.

40 Tage nach Veröffentlichung läuft iOS 8 laut Apple auf 52 Prozent aller iPhones, iPads und iPods Touch (Bild: Apple).

Damit hat sich die Verbreitung der neuesten iOS-Version gegenüber dem 5. Oktober kaum erhöht. Damals wies Apple einen Anteil von 47 Prozent für iOS 8 aus. Der Anteil von iOS 7 ist seitdem von 47 auf 43 Prozent gesunken. Der Verbreitungsgrad früherer Versionen ging von 6 auf 5 Prozent zurück.

Allerdings erfasst die Apple-Statistik keine auf iOS 8 aktualisierten Geräte, die sich bisher noch nicht mit dem App Store verbunden haben. Die offiziellen Zahlen zur aktuellen iOS-Verbreitung entsprechen tendenziell jedoch den Ergebnissen unabhängiger Messungen. So stellte Mixpanel schon 24 Stunden nach Veröffentlichung von iOS 8 fest, dass Anwender beim Umstieg auf das neue Betriebssystem offenbar zurückhaltender sind als bei iOS 7. Tapjoy und Chitika kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Vierzig Tage nach der Veröffentlichung meldete Mixpanel einen Verbreitungsgrad von 54,2 Prozent für iOS 8 (Stand 27. Oktober). Der Vorgänger iOS 7 lief zum gleichen Zeitpunkt nach dem Launch (28. Oktober 2013) schon auf 77,2 Prozent aller iDevices.

Ein möglicher Grund für den vergleichsweise schnelleren Umstieg der Nutzer auf iOS 7 ist, dass Apple damit ein grundlegend überarbeitetes Design vorstellte. Auch andere Neuerungen wie iTunes Radio, die Mitteilungszentrale und automatische App-Updates waren damals offenbar für viele Anwender ein großer Anreiz, iOS 6 schnell hinter sich zu lassen. iOS 8 bietet zwar auch viele Verbesserungen, aber eben keine herausragende einzelne Neuerung wie ein vollständig neues Design. Apple Pay beispielsweise lässt sich zunächst nur mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus in den USA nutzen.

Die Zurückhaltung beim Umstieg auf iOS 8 hängt teilweise sicherlich auch mit den anfänglichen Problemen wie WLAN- und Bluetooth-Verbindungsabbrüchen oder der unbeabsichtigten Löschung von iCloud-Dokumenten zusammen. Diese hat Apple mit iOS 8.1 aber inzwischen behoben. Ein weiterer Hemmschuh dürfte allein die Größe des Over-the-Air-Updates sein, das mehrere Gigabyte freien Speicherplatz benötigt. Je nach Hardware verlangt das Update zwischen 4,7 und 6,9 GByte, was vor allem auf Geräten mit 16 GByte Speicher die Löschung zahlreicher Anwendungen und Daten nötig macht. Umgehen lässt sich dieses Problem jedoch, wenn man die Aktualisierung via iTunes am PC oder Mac durchführt, was jedoch nur noch die wenigsten Nutzer machen.

Auch wenn ein Vebreitungsgrad von rund 50 Prozent 40 Tage nach Einführung einer neuen Betriebssystemversion für Apple relativ gering ist, stellt er im Vergleich zu Android einen exzellenten Wert da. Das im Oktober 2013 vorgestellte Android 4.4 KitKat kommt ein Jahr später erst auf rund einem Viertel aller Android-Geräte zum Einsatz. Hauptgrund dafür ist der im Vergleich zu Apples iOS deutlich komplexere Update-Prozess. Denn im Fall von iOS kontrolliert Apple sowohl die Hardware als auch die Software und damit den gesamten Update-Prozess von Anfang bis Ende. Bei Android stellt Google hingegen nur die Updates für sein Betriebssystem bereit. Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter müssen jede neue Version zunächst testen und für ihre Geräte zulassen, außerdem haben sie alle ihre eigenen Zeitpläne und Fristen. Außerdem hat Apple lediglich zwei ähnliche iOS-Produkte im Angebot – das iPhone und das iPad (drei, wenn man den iPod Touch noch dazuzählen will). Der Android-Markt umfasst hingegen unzählige Smartphones und Tablets von vielen verschiedenen Herstellern. Immerhin werden Sicherheitsupdates seit Sommer über die Google Play Dienste ausgeliefert und erreichen damit alle sechs Wochen nahezu alle Android-Telefone.

[mit Material von Adrian Kingsley-Hughes, ZDNet.com]

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Themenseiten: Apple, Betriebssystem, iOS, iPad, iPhone, iPod

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10 Kommentare zu iOS 8 läuft bisher nur auf 52 Prozent aller iDevices

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  • Am 30. Oktober 2014 um 9:47 von black

    Man kann Besitzern bis 5S bzw. Pads2/3 das iOS8.1 auch in keinster Weise empfehlen; diese Performence ist eine Zumutung.

    Meine persönliche iOS8-Nichtzugebrauchenquote liegt bei 9:1; von 10 Leuten ist nur einer zufrieden. Mein5er und 5S bleibt bei 7.1.2 bzw. 7.1.1 stehen; alle iPad2 mit iOS 8.1 sind am Wochenende ohne Ersatz ausgemustert worden; Scheiß auf die Apple-Pads. Der iOS8.1 Dreck ist nicht zu gebrauchen auf den Dingern, ich hab keine Lust mehr meine Zeit mit denen zu vergeuden und die Sektenleitung der Fa. Apple erlaubt ja kein Downgrade auf 7.1.2 mehr.

    Jetzt hole ich erstmal ein 15″er MBP Late 2011 von der hochqualitativen Apple-Reparatur ab; die letzte Reparatur auf höchstem Apple-Qualitätsniveau hielt: stolze 7 Wochen. Wäre jetzt das 4. Logicboard. Noch Fragen zur Qualität?

    Wenn mir noch einer mit Apple um die Ecke kommt, kündige ich ihm/ihr die Freundschaft. Mir reichts einfach mit dem Laden…

  • Am 30. Oktober 2014 um 11:33 von Blödsinn

    Ich nutze ein iPad 2 und das hat Null Probleme. Da die Auflösung geringer ist, läuft es sogar einen Tick flüssiger als das iPad 3.

    Das hört sich dann doch eher nach einem typischen Apple-Basher Kommentar an. Komisch finde ich z.B., dass „alle iPad2“ nun ausgemustert werden sollen – Frage: warum macht man bei allen ein Update, und testet nicht erst bei einem? Klingt doch alles arg konstruiert. ;-)

    Wer wissen will, wie sein iDevice mit iOS 8 läuft, kann einfach bei Freunden mal testen. Dann wird man sehen, dass der Vorkommentator doch sehr stark übertrieben hat.

    Man kann bei 7.1.2 bleiben, aber es spricht auch seit 8.1 nichts gegen ein Update. Zumal dieses sicher noch verbessert wird.

    Ich hab ein iPad 2, New iPad (3 Retina), ein Touch 5th und ein iPhone 4s – und seit 8.1 laufen sie weitgehend fehlerfrei.

    Warum ich beim iPad 2 iOS 8.1 aufgespielt habe und nicht auf 7.1.2 geblieben bin? Weil mit dem Update auch Sicherheitslücken geschlossen wurden. Und da es nicht langsamer läuft, war es für mich ok. Schneller ist es nicht geworden, ganz klar, aber eben auch nicht wirklich merklich langsamer.

    Daher: im Bekanntenkreis erkundigen, selber testen – vielleicht sogar nebeneinander legen, dann muss man weder Horror Stories noch Jubel Arirn glauben.

    • Am 30. Oktober 2014 um 12:55 von Judas Ischias

      Da hat der Namenlose gerade seine Märchenstunde eröffnet. ;)))
      Ich habe mir gerade von einem Kollegen sein geliebtes iPad 2 mit iOS 8.1 vorführen lassen.
      Und siehe da, die Performance ist jetzt nicht der Bringer. Sie ist vielleicht nicht so schlimm wie bei Black, weil dies ja auch schon mal eine subjektive Ansicht ist, da müsste man beide Geräte direkt vergleichen um genaueres zu sehen. Aber sie ist tatsächlich nicht so gut. ;)
      Es sind auch gerade eine Handvoll Apps installiert, daran liegt es also mit Sicherheit nicht und vor dem Update lief es schon um einiges flüssiger. Der Kollege ist deswegen auch schon recht angesäuert.
      Aber es gibt halt immer einige ignorante Apple-Knechte, die sich solche Sachen weiterhin schön reden, obwohl es mittlerweile genug Beschwerden darüber gibt.
      Dass es nicht jeden Nutzer negativ trifft, sollte doch mittlerweile bekannt sein, da es von vielen Faktoren abhängen kann.

      • Am 30. Oktober 2014 um 17:57 von punisher

        Ihn hat es noch nie getroffen, deswegen sind alle anderen auch Lügner ;)

        • Am 31. Oktober 2014 um 1:47 von Judas Ischias

          Es ist ja wirklich möglich, dass er keine Probleme hat, aber er soll doch nicht so tun als wäre er der Nabel der Welt, und was andere Nutzer berichten als Märchen hinzustellen.
          Kritik und Berichte über Mängel bei Apple sind bei diesem Typen unerwünscht.

          Ich glaube auch nicht, dass er sich so in’s Zeug legt weil er Geld dafür bekommt.
          Sondern er ist einfach ein blinder Fanatiker, dessen Lebensinhalt nur aus Apple besteht und er unbedingt diese Botschaft in die Welt tragen muss.

    • Am 30. Oktober 2014 um 23:52 von C

      Der Apfel-Lügenbold-Kommentator und seine Märchen…

      Apfel-User berichten von Problemen (gehäuft) – und er versucht das noch „wegdiskutieren“ zu wollen, in dem er Blogger diffamiert.

      Der Typ hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – oder wird vom Apfel für die Lobhudelei bezahlt.
      Es ist das eine, eine kritische Meinung ggf. selbst der Kritik zu unterlegen. Es ist aber unmöglich, Tatsachen wegdiskutieren zu wollen.

  • Am 31. Oktober 2014 um 0:29 von Michl

    IPad 2 und iOS 8 sind in keinster Weise ausgereift! Was sollen diese ganzen pro iOS 8 Stimmen?!?! Niemand ist gegen Apple an sich oder deren Produkte wenn er sich eben auch ein solches käuflich erwirbt!
    Hier geht es lediglich um Erfahrungsberichte im Vergleich zu iOS 7 so shut up all you freaking nerds!
    Seit iOS 8 kann man den Safari Browser in die Tonne werfen! Sämtliche Google Ergebnisse sind nicht anwählbar, erst nach hoch und runter scrollen der Seite lässt sich eine Verbindung herstellen… APP Abstürze am laufenden Band, auch iOS hauseigene…
    IMovie will kein Projekt mehr erstellen angeblich mangels Speicher trotz verfügbarer 5 GB…
    Massive WLAN Probleme mit einer Fritz Box, alle anderen funktionieren…
    ITunes Bugs macht ich gar nicht erst aufzählen…
    Von einem Update erwarte ich als Verbraucher Verbeaserungen, nicht Verschlimmerungen oder einen Flickenteppich voller Fehler. Mein Lenovo Tablet für 160 Euro läuft flüssiger als jedes aktuelle iPad mit iOS 8, kein Witz!! Und das ohne „Updates“

    • Am 31. Oktober 2014 um 8:04 von WDSE

      IOS8 verbraucht auf jeden Fall mehr Ressoiurcen als IOS7 und führt deswegen vor allem auf älteren Geräten zu lags etc. Wie man das sublektiv wahrnimmt ist mr persönlich egal, es ist aber objektiv eine Verschlechterung in der Performance.Beispiele: mein berufliches 4s hat jetzt die Gedenksekunden eingeführt. Das 5s meiner Tochter läuft weiterhin sehr flüssig.Das 5c meiner Frau ist ok, subjektiv keine Veränderung.Wahrscheinlich sind die technischen Reserven groß genug, da mit dem A& Leistungssprünge eingestzt haben. Dein letzter Satz ist aber ein Witz. Du hast also alle aktuellen IPdas? Mein IPad air 1 läuft nach Update so gut wie vorher, ich kenne einige andere User, da ist es auch so. Aber es freut mich für dich, dass dein Lenevo so toll läuft (keine Ironie)
      Michl

      • Am 31. Oktober 2014 um 14:21 von Michl

        Es interessiert mich als Verbraucher relativ wenig ob iOS 8 nun tatsächlich komplexer oder sonst was ist. Von einem Update erwarte ich Verbesserungen nicht das Gegenteil, Punkt Amen. Ich selbst habe seit kurzem mein 5er in ein 6er umgewandelt und feststellen müssen dass viele Apps noch lange nicht mit iOS konform sind. Beispiel Rayman Jungle Run, WhatsApp,…
        Ich war früher begeistert dass Apple ein Garant für Funktionalität und Perfektion war. Wohlgemerkt, „war“! Nur aufgrund dessen dass alle Apps mit den wenigen iOS Geräten kompatibel und somit optimal nutzbar waren bin ich von Android übergestiegen trotz des an Wucher grenzenden Preises. Googelt mal Wucher und den Reingewinn von Apple Devices…
        Auch ist mir Wurst ob John Co(c)k schwul ist oder nicht, ich will wieder einwandfrei funktionierende Geräte. Davon ist Apple momentan meilenweit entfernt.
        Allein schon die hervorstehende Kamera vom 6er…. Aaaaaahhhh!!! Wie ein wackelnder Stuhl, so what the fu*k?!?!

        • Am 1. November 2014 um 9:27 von Michl

          Und noch ein letztes Mal für alle Apple Fanatiker die sich nicht nur hier sondern wirklich überall so dermaßen für Ihre geliebte und heilige Marke Apple ins Zeug legen… Wenn ein Update ein etwas betagteres Device langsamer, schlechter, verbugter oder was auch immer eben negativer macht, was macht es denn für einen Sinn dann upzudaten?!?!
          Ach ja natürlich ich vergaß… Dafür sorgt Apple mit Zwangsmaßnahmen ;) wie von iOS 6 zu iOS 7 wo sich das Update trotz Ablehnung einfach mit seinen vollen 5 GB zusätzlich zum aktiven Betriebssystem zum Abruf aufs Device unlöschbar geladen hat und somit der ohnehin nicht große Speicher von damals bei mir noch 16 GB noch weniger nutzbar war.
          Als ich dennoch nicht updaten wollte versagte FaceTime… Und und und Gängelung vom Feinsten nur um das Firmenimage hochzupushen.
          Wird hier nicht bald wenigstens mit der Software Besserung eintreten kommt mir lieber ein neues Sony Xperia Z3 ins Haus. Guten Tag noch

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