Verbreitungsgrad von iOS 8 stagniert bei 47 Prozent

Das ist nur ein Prozentpunkt mehr als am 21. September. Offenbar scheuen viele Nutzer aufgrund anhaltender Probleme den Umstieg. iOS 7 lief 20 Tage nach Veröffentlichung schon auf knapp 70 Prozent aller iDevices.

Apple-Nutzer scheinen es derzeit nicht eilig zu haben, ihre Geräte auf iOS 8 zu aktualisieren. Das am 17. September veröffentlichte Mobilbetriebssystem kommt bisher auf 47 Prozent aller iDevices zum Einsatz. Das besagt Apples jüngste Statistik, die alle iPhones, iPads und iPods Touch berücksichtigt, die am 5. Oktober mindestens einmal auf den App Store zugegriffen haben.

iOS 8 läuft Apple zufolge aktuell auf 47 Prozent aller iPhones, iPads und iPods Touch (Bild: Apple).

Damit hat sich die Verbreitung der neuesten iOS-Version gegenüber dem 21. September kaum erhöht. Damals wies Apple einen Anteil von 46 Prozent für iOS 8 aus. Der Anteil von iOS 7 ist seitdem von 49 auf 47 Prozent gesunken. Frühere Versionen kamen auf 5 respektive 6 Prozent.

Der Anstieg von nur einem Prozentpunkt innerhalb von zwei Wochen ist ein deutliches Indiz dafür, dass iOS 8 die Nutzer nicht gerade begeistert. Das dürfte mit den anfänglichen Problemen wie WLAN- und Bluetooth-Verbindungsabbrüchen oder der unbeabsichtigten Löschung von iCloud-Dokumenten zusammenhängen. Allerdings erfasst die Apple-Statistik keine auf iOS 8 aktualisierten Geräte, die sich bisher noch nicht mit dem App Store verbunden haben.

Die offiziellen Zahlen zur aktuellen iOS-Verbreitung entsprechen tendenziell jedoch den Ergebnissen unabhängiger Messungen. So stellte Mixpanel schon 24 Stunden nach Veröffentlichung von iOS 8 fest, dass Anwender beim Umstieg auf das neue Betriebssystem offenbar zurückhaltender sind als bei iOS 7. Tapjoy und Chitika kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Zwanzig Tage nach der Veröffentlichung meldete Mixpanel einen Verbreitungsgrad von 44,5 Prozent für iOS 8 (Stand 5. Oktober). Der Vorgänger iOS 7 lief zum gleichen Zeitpunkt nach dem Launch (7. Oktober 2013) schon auf 69,7 Prozent aller iDevices.

Ein möglicher Grund für den vergleichsweise schnelleren Umstieg der Nutzer auf iOS 7 ist, dass Apple damit ein grundlegend überarbeitetes Design vorstellte. Auch andere Neuerungen wie iTunes Radio, die Mitteilungszentrale und automatische App-Updates waren damals offenbar für viele Anwender ein großer Anreiz, iOS 6 schnell hinter sich zu lassen. iOS 8 bietet zwar auch viele Verbesserungen, aber eben keine herausragende einzelne Neuerung wie ein vollständig neues Design. Apple Pay beispielsweise lässt sich zunächst nur mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus in den USA nutzen.

Offensichtlich wollen viele iOS-Nutzer außerdem erst noch abwarten, bis Apple die größten Probleme seines neuen Mobilbetriebssystems abgestellt hat. Die Ursprungsversion kam ohne Unterstützung für Healthkit und ein erstes Update auf Version 8.0.1 musste das Unternehmen aus Cupertino aufgrund massiver Fehler nach nur einer Stunde wieder zurückziehen. Nutzer konnten ihr Gerät nach der Installation nicht mehr mit dem Mobilfunknetz verbinden und auch nicht auf den Fingerabdruckscanner Touch ID zugreifen. Die kurz darauf folgende Version 8.0.2 behob offenbar viele, aber nicht alle Probleme.

Vor gut einer Woche stellte Apple registrierten Entwicklern dann eine erste Beta von iOS 8.1 bereit. Einigen Testern zufolge beseitigt sie die von vielen Nutzern beobachteten Bluetooth-Verbindungsabbrüche. Wahrscheinlich korrigiert sie auch noch andere Fehler. Doch bevor Anwender nicht von der Stabilität der jüngsten iOS-Version überzeugt sind, dürfte der Verbreitungsgrad weiterhin nur geringfügig wachsen.

Update 17.10 Uhr

Beim Zugriff auf ZDNet ist der Anteil von iOS 8 höher als im Durchschnitt. Mit knapp 70 Prozent in der vierten Woche nach Vorstellung liegt er aber circa 10 Prozent unter dem Wert, den iOS 7 im gleichen Zeitraum erzielte.

iOS-Verteilung nach Vorstellung beim Zugriff auf ZDNet.de

ZDNet.de iOS 7 iOS 8
1. Woche 6,19 % 1,35 %
2. Woche 47,08 % 29,83 %
3. Woche 74,39 % 62,67 %
4. Woche 79,19 % 68,82 %

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, Betriebssystem, iOS, iPad, iPhone, iPod

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Verbreitungsgrad von iOS 8 stagniert bei 47 Prozent

Kommentar hinzufügen
  • Am 8. Oktober 2014 um 15:47 von WDSE

    Es kommt noch ein Grund dazu: für ein Update over the air werden ca. 7GB freier Speicher benötigt, was bei 16 GB Geräten oft nicht vorhanden ist. Die meisten wissen inzwischen nicht mehr, dass die Aktualisierung auch über PC via ITUNES geht, dann werden nur 1GB benötigt. Wer will schon Sachen löschen und nachher per Backup wieder draufspielen

    • Am 8. Oktober 2014 um 16:29 von Ja

      Ja, das hatte ich auch erst recherchiert – 7.1.2 ist aber auch ok. :-)

    • Am 8. Oktober 2014 um 16:55 von Sammy

      Mag sein aber 1GB finde ich zu viel für nur 1 Update. Also bleibe ich bei iOS7.

  • Am 8. Oktober 2014 um 16:43 von Judas Ischias

    Tja, wenn man es schön einfach haben will, dann kann man schon mal etwas vergessen. ;)
    Und wenn keine Möglichkeit hat, seine Sachen auf eine externe Speicherkarte zu packen, dann ist man eben veräppelt. :-)
    Die speziellen Apple-Knechte können sich ihre Aufschreie sparen.
    Ich weiß sehr wohl, dass es auch bei den Androiden, auch unterschiedlich von Herstellern, Geräte gibt, die keine externe Speicherkarte zulassen.
    Aber die Appler hatten diese Freiheit noch nie. ;)
    Deswegen muss der Apple-Nutzer alles wieder über iTunes machen. Na ja, Hauptsache einfach. ;)

  • Am 9. Oktober 2014 um 18:45 von Michi

    Nun viele User sind nach dem „Zwangsupdate“ von iOS6 zu iOS7 sicherlich vorsichtiger geworden da ein downgrade ja bekanntermaßen bei Nicht gefallen verwehrt wird. Jedenfalls bei mir so…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *