Apple verkaufte im Juli weniger Macs

Marktforscher sprechen von einer Kannibalisierung durch das iPad und andere Tablets. Die PC-Krise trifft also auch Macs - aber nur mit erwarteten minus fünf Prozent im Jahresvergleich. Das Mac-Geschäft wird 2015 voraussichtlich noch 9 Prozent zu Apples Umsätzen beitragen.

Apple hat im Juli deutlich weniger Desktops und Notebooks mit Mac OS als noch vor einem Jahr verkauft. Fürs bis September laufende Geschäftsquartal rechnen die Marktforscher der NPD Group nun mit einem Rückgang um fünf Prozent. Die Zahlen, die All Things D vorliegen, beziehen sich allerdings nur auf die USA.

MacBook Pro Retina

Schon im Juniquartal hatte Apple fünf Prozent weniger US-Mac-Verkäufe als im Vorjahr gemeldet. Apples Systeme sind also ebenso wie Notebooks und Desktops mit Windows von der PC-Krise betroffen – und kommen mit minus fünf Prozent sogar noch vergleichsweise gut weg, denn der PC-Markt geht weltweit 2013 um geschätzte 7,8 Prozent zurück. In westlichen Länder wie Deutschland und USA werden aber auch Werte wie ein Rückgang um 18,7 Prozent genannt: Diese Zahl beschreibt die Entwicklung in Deutschland im zweiten Quartal.

Offensichtlich nutzen immer mehr Anwender ein Tablet statt eines herkömmlichen Rechners – eine Entwicklung, die Apple mit seinem weiter marktführenden iPad selbst angestoßen hat. Dies stellt auch die NPD Group in ihrem Kommentar fest: Letztlich handle es sich größtenteils um eine Kannibalisierung durch das iPad.

Apple bleibt zwar führender Tablet-Hersteller, doch ist es im zweiten Quartal erstmals hinter Android auf den zweiten Platz in der Wertung nach Betriebssystem zurückgefallen. Canalys bescheinigt dem Google-OS für das letzte Vierteljahr einen weltweiten Marktanteil von 53 Prozent. Dies hat es vor allem Geräten mit Bildschirmdiagonalen von unter 9 Zoll zu verdanken. Die Hersteller Samsung, Amazon, Lenovo und Acer lieferten gegenüber dem Vorjahreszeitraum jeweils mehr als dreimal so viele Android-Tablets aus.

Die von Intel, Microsoft und Partnern gegen das iPad aufgebotenen Ultrabooks scheinen sich derzeit noch viel schwerer zu tun als Apples Macbooks. Anfang Juli hatte ebenfalls die NPD Group das Apple Macbook Air als Marktführer im Bereich dünne und leichte Notebooks in den USA ausgemacht – mit einem Anteil von 56 Prozent.

All Things D zitiert abschließend den Piper-Jaffray-Analysten Gene Munster mit der Aussage, der Anteil von Macs an Apples Umsatz werde immer kleiner. Über 11 Prozent im Jahr 2014 werde er voraussichtlich auf 9 Prozent im Jahr 2015 zurückgehen.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

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Themenseiten: Apple, Desktop, Notebook, npd group

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2 Kommentare zu Apple verkaufte im Juli weniger Macs

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  • Am 21. August 2013 um 10:01 von Simon

    Jedes Jahr gehen die Verkaufszahlen der MacBooks, iMacs und MacPros zur Mitte des Jahres Deutlich zurück da die neue Generation angekündigt wurde und da dieses Jahr zum Beispiel eine Große Neuerung bei den MacPros ins haus stehen sind nun viele Käufer im „Kurz Warten Modus“

    • Am 21. August 2013 um 12:28 von p.w.baumann

      Habe ich die Logik richtig verstanden?
      Weil EIN neues Gerät angekündigt ist (eben der Pro) verkaufen sich alle Geräte schlechter – obwohl die Anderen (zum Teil) gerade erst aktualisiert wurden?
      Interessant, interessant.

      Zumal der Pro ja auch ein Massenprodukt ist und Ausstattung, Verfügbarkeitsdatum und Preis auch jedem bekannt sind.

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