Knapp zwei Drittel aller iDevices nutzen mittlerweile iOS 8

Das sind vier Prozentpunkte mehr als am 10. November. iOS 7 lief zehn Wochen nach Veröffentlichung schon auf knapp 79 Prozent aller iPhones, iPads und iPods Touch. Mögliche Gründe für die langsame Verbreitung sind die anfänglichen Software-Probleme oder allein die Größe des OTA-Updates.

Fast zwei Drittel aller iOS-Nutzer haben ihre Mobilgeräte inzwischen auf iOS 8 aktualisiert. Das am 17. September veröffentlichte Mobilbetriebssystem kommt laut Apple bisher auf 60 Prozent aller iDevices zum Einsatz. Die offizielle Statistik berücksichtigt alle iPhones, iPads und iPods Touch, die am 24. November mindestens einmal auf den App Store zugegriffen haben.

iOS 8 läuft Apple zufolge aktuell auf 60 Prozent aller iDevices (Grafik: Apple).

Damit hat sich die Verbreitung der neuesten iOS-Version gegenüber dem 10. November weiter geringfügig erhöht. Damals wies Apple einen Anteil von 56 Prozent für iOS 8 aus. Der Anteil von iOS 7 ist seitdem von 40 auf 35 Prozent gesunken. Der Verbreitungsgrad früherer Versionen stagniert bei 5 Prozent.

Allerdings erfasst die Apple-Statistik keine auf iOS 8 aktualisierten Geräte, die sich bisher noch nicht mit dem App Store verbunden haben. Die offiziellen Zahlen zur aktuellen iOS-Verbreitung entsprechen tendenziell jedoch den Ergebnissen unabhängiger Messungen. So stellte Mixpanel schon 24 Stunden nach Veröffentlichung von iOS 8 fest, dass Anwender beim Umstieg auf das neue Betriebssystem offenbar zurückhaltender sind als bei iOS 7. Tapjoy und Chitika kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Zehn Wochen nach der Veröffentlichung meldete Mixpanel einen Verbreitungsgrad von 60,79 Prozent für iOS 8 (Stand 26. November 2014). Der Vorgänger iOS 7 lief zum gleichen Zeitpunkt nach dem Launch (27. November 2013) schon auf knapp 79 Prozent aller iDevices.

Ein möglicher Grund für den vergleichsweise schnelleren Umstieg der Nutzer auf iOS 7 ist, dass Apple damit ein grundlegend überarbeitetes Design vorstellte. Auch andere Neuerungen wie iTunes Radio, die Mitteilungszentrale und automatische App-Updates waren damals offenbar für viele Anwender ein großer Anreiz, iOS 6 schnell hinter sich zu lassen. iOS 8 bietet zwar auch viele Verbesserungen, aber eben keine herausragende einzelne Neuerung wie ein vollständig neues Design. Apple Pay beispielsweise lässt sich zunächst nur mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus in den USA nutzen.

Die Zurückhaltung beim Umstieg auf iOS 8 hängt teilweise sicherlich auch mit den anfänglichen Problemen wie WLAN- und Bluetooth-Verbindungsabbrüchen oder der unbeabsichtigten Löschung von iCloud-Dokumenten zusammen. Die meisten hat Apple mit iOS 8.1 aber inzwischen behoben. Ein weiterer Hemmschuh dürfte allein die Größe des Over-the-Air-Updates sein, das mehrere Gigabyte freien Speicherplatz benötigt. Je nach Hardware verlangt das OTA-Update zwischen 4,7 (iPhone) und 6,9 GByte (iPad), was vor allem auf Geräten mit 16 GByte Speicher die Löschung zahlreicher Anwendungen und Daten nötig macht. Umgehen lässt sich dieses Problem jedoch, wenn man die Aktualisierung via iTunes am PC oder Mac durchführt, was jedoch nur noch die wenigsten Nutzer machen.

Auch wenn ein Verbreitungsgrad von rund 60 Prozent zehn Wochen nach Einführung einer neuen Betriebssystemversion für Apple relativ gering ist, stellt er im Vergleich zu Android einen exzellenten Wert da. Das im Oktober 2013 vorgestellte Android 4.4 KitKat kommt über ein Jahr später erst auf knapp einem Drittel aller Android-Geräte zum Einsatz (30,2 Prozent zum 3. November).

Hauptgrund dafür ist wahrscheinlich der im Vergleich zu Apples iOS deutlich komplexere Update-Prozess. Denn im Fall von iOS kontrolliert Apple sowohl die Hardware als auch die Software und damit den gesamten Update-Prozess von Anfang bis Ende. Bei Android stellt Google hingegen nur die Updates für sein Betriebssystem bereit. Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter müssen jede neue Version zunächst testen und für ihre Geräte zulassen, außerdem haben sie alle ihre eigenen Zeitpläne und Fristen. Außerdem hat Apple lediglich zwei ähnliche iOS-Produkte im Angebot – das iPhone und das iPad (drei, wenn man den iPod Touch noch dazuzählen will). Der Android-Markt umfasst hingegen unzählige Smartphones und Tablets von vielen verschiedenen Herstellern. Immerhin werden Sicherheitsupdates seit Sommer über die Google Play Dienste ausgeliefert und erreichen damit alle sechs Wochen nahezu alle Android-Telefone.

[mit Material von Adrian Kingsley-Hughes, ZDNet.com]

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Themenseiten: Apple, Betriebssystem, iOS, iPad, iPhone, iPod

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Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Knapp zwei Drittel aller iDevices nutzen mittlerweile iOS 8

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  • Am 28. November 2014 um 20:48 von Tze Tze

    Und wie ist die Verbreitung von Lollipop. Das klebt wohl zu sehr am Boden?

  • Am 29. November 2014 um 0:27 von Mac-Harry

    Ein guter Indikator für Innovationkraft ist SPEED. Wer hier punktet beweist im Markt akzeptiete Innovation. Apple vs. Google = 1:0

    • Am 29. November 2014 um 6:31 von punisher

      Na so wie der speed bei ios 8, 8.0.1, 8.1 & 8.1.1 ;)
      Nichts ist wichtiger als speed

    • Am 29. November 2014 um 23:12 von C

      SPEED zeigt keine Innovations-Kraft, sondern DUMMHEIT & LÜCKEN.
      Wenn ein System wirklich gut ist, muss es nicht dauernd in solch kurzen Abständen so schnell gepatched werden wie iOS-8.

      Typisch Apfel-Fan:
      Keine Ahnung, aber davon sehr, sehr viel. Einbildung ist auch eine Bildung…
      Hey, Mac-Harry, mach doch bitte Werbung für den Apfel wo anders. Hier sind wir an neutraler, guter Info für User interessiert, nicht an Werbe-Sprachrohre der Hersteller.

  • Am 29. November 2014 um 5:05 von Geheimratsecki

    bei den aktuellen Verkaufszahlen ist es nur logisch, dass die Prozentzahlen von iOS 8 nach oben gehen.
    Selbst wenn keiner updatet, steigen die Nutzerzahlen von iOS 8 im Verhältnis zu den anderen iOS versionen.

    • Am 1. Dezember 2014 um 2:13 von Es ...

      Es … würde mir ja gefallen, wenn es so wäre – würde das doch bedeuten, dass Apple zusätzlich zu bestehenden etwa 300 Millionen iOS Geräten in zwei Monaten einige Hundert Millionen neue Geräte verkauft hätte. Gäbe gute Quartalszahlen. ;-)

  • Am 1. Dezember 2014 um 11:19 von Sacha

    Ja… und ich bereue es ohne Ende, dass ich diesen Update mitgemacht hab :-( OS7 hat wenigstens noch einigemassen funktioniert….

    • Am 1. Dezember 2014 um 15:59 von black

      mein 5S ist und bleibt vorläufig auf 7.1.1. Mein Pad2 mit OS8.1 flog gegen die Wand; war einfach nicht mehr brauchbar. Frechheit das man nicht downgraden kann. Dafür werden Applegeräte bei mir auch nicht mehr ersetzt; da schaff ich den ganzen Scheiß lieber mit der zeit ab. Apple kann mich künftig mal…

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