IDC: Smartphones lagen im ersten Quartal erstmals vor Feature Phones

Samsung hat mehr Smartphones verkauft als die Firmen auf den folgenden vier Rängen zusammen. Der Smartphonebereich legte um 41,6 Prozent zu. Der Zweitplatzierte, Apple, konnte sich nur um 6,6 Prozent steigern.

Im ersten Quartal haben die Hersteller von Mobiltelefonen erstmals mehr Smartphones als Feature Phones verkaufen können. Das besagt die jüngste Statistik von IDC: Insgesamt gingen in den ersten drei Monaten das Kalenderjahres 216,2 Millionen Smartphone über die Ladentische. Das waren 51,6 Prozent aller Mobiltelefone.

IDC

Im Jahresvergleich legte der Smartphone-Bereich um über 40 Prozent zu. Vor einem Jahr waren nur 152,7 Millionen Stück verkauft worden. Allerdings liegt die Zahl fürs erste Quartal saisonal bedingt 5 Prozent unter der fürs vierte Quartal 2012.

Samsung führt sowohl bei Smartphones als auch bei Mobiltelefonen insgesamt die Herstellerwertung an. Es konnte beispielsweise mehr Smartphones verkaufen als die nächsten vier Anbieter zusammen. Rang zwei belegt bei den Smartphones Apple mit einem Anteil von 17,3 Prozent. Im Jahresvergleich hat es nach Stückzahlen um 6,6 Prozent zulegen können. 37,4 Millionen verkaufte iPhones reichen auch für den dritten Platz der Wertung für Mobiltelefone insgesamt. Ein Feature Phone hat Apple nicht im Programm.

In die Top 5 ist LG Electronics zurückgekehrt, wozu seine Partnerschaft mit Google beim Nexus 4 beigetragen haben dürfte. Mit 4,8 Prozent bei Smartphones liegt es allerdings nur knapp vor den chinesischen Firmen Huawei (4,6 Prozent) und ZTE (4,2 Prozent).

Smartphonemarkt laut IDC

Hersteller Geräte in Mio., 1. Quartal 2013 Marktanteil, 1. Quartal 2013 Geräte in Mio., 1. Quartal 2012 Marktanteil, 1. Quartal 2012 Veränderung im Jahresvergleich
Samsung 70,7 32,7 % 44,0 28,8 % 60,7 %
Apple 37,4 17,3 % 35,1 23,0 % 6,6 %
LG 10,3 4,8 % 4,9 3,2 % 110,2 %
Huawei 9,9 4,6 % 5,1 3,3 % 94,1 %
ZTE 9,1 4,2 % 6,1 4,0 % 49,2 %
Sonstige 78,8 36,4 % 57,7 37,7 % 37,0 %
Gesamt 216,2 100 % 152,7 100 % 41,6 %

Den Aufstieg der chinesischen Hersteller hebt auch IDC-Forscher Ramon Llamas in seinem Kommentar zu den aktuellen Zahlen hervor. Noch vor einem Jahr habe man in der Statistik vor allem Firmen wie Nokia aus Finnland, RIM/Blackberry aus Kanada oder den taiwanischen Hersteller HTC gefunden. Seither hätten chinesische Anbieter „bedeutende Schritte gemacht, um mit ihren Android-Smartphones neue User anzuziehen.“

Der weltweite Markt für Feature Phones bleibt ein riesiges Geschäft, auch wenn der für Smartphones ihn überflügelt hat. Dem ehemaligen Primus Nokia ermöglicht dieses Segment noch, bei abgesetzten Mobiltelefonen insgesamt auf den zweiten Platz vorzustoßen – mit 61,9 Millionen verkauften Geräten im Quartal.

Markt für Mobiltelefone laut IDC

Hersteller Geräte in Mio., 1. Quartal 2013 Marktanteil, 1. Quartal 2013 Geräte in Mio., 1. Quartal 2012 Marktanteil, 1. Quartal 2012 Veränderung im Jahresvergleich
Samsung 115,0 27,5 % 93,6 23,3 % 22,9 %
Nokia 61,9 14,8 % 82,7 20,6 % – 25,1 %
Apple 37,4 8,9 % 35,1 8,7 % 6,6 %
LG 15,4 3,7 % 13,7 3,4 % 12,4 %
ZTE 13,5 3,2 % 16,2 4,0 % – 16,5 %
Sonstige 175,4 41,9 % 161,1 40,0 % 8,9 %
Gesamt 418,6 100 % 402,4 100 % 4,0 %

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Themenseiten: Android, Apple, China, Huawei, IDC, LG Electronics, Marktforschung, Nokia, Samsung, Smartphone, ZTE, iPhone

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3 Kommentare zu IDC: Smartphones lagen im ersten Quartal erstmals vor Feature Phones

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  • Am 2. Mai 2013 um 18:06 von tomte

    Der Begriff „Feature Phone“ wird in Wikipedia und Google nur im Zusammenhang mit einem einzigen Hersteller gefunden.
    Der Anstand verlangt vom Autor (und von IDC?), den Begriff eingangs zu definieren.
    So ist der Artikel nur eine plumpe Vorbereitung auf eine wohl noch folgende Werbung.

    • Am 2. Mai 2013 um 18:18 von Florian Kalenda

      >>Der Anstand verlangt vom Autor (und von IDC?), den Begriff eingangs zu definieren.

      Dann soll der Herr Anstand mal bei uns in der Redaktion vorbeischauen und das verlangen, wir schreiben schon seit vielen Jahren über Feature Phones und haben den Begriff oft erklärt, aber manchmal fürchten wir dann doch, die Stammleser mit solchen Erklärungen zu ermüden. Bei Google habe ich keine Probleme, reihenweise Erwähnungen zu finden, auch bei zahlreichen anderen deutschsprachigen Fachmedien. Übrigens hat zumindest die englische Wikipedia keine Mühe, den Begriff zu erklären.

      >>So ist der Artikel nur eine plumpe Vorbereitung auf eine wohl noch folgende Werbung.

      Das mit der Werbung verstehe ich nicht, und und ich glaube auch, dass die Nachricht ihren Zweck – über die Befunde von IDC zu informieren – ganz gut erfüllt.

    • Am 2. Mai 2013 um 20:52 von Yogi Baer

      Wikipedia ist ja auch nicht die letzte Instanz für Definitionsfragen oder ist für Sie dann ein „Smartphone“ auch nur das, welches die „Kriterien“ des Wikipediaartikels erfüllt?
      Ich muss Ihnen aber dahingehend beistehen, dass die Begriffe „Feature Phone“ und „Smartphone“ wenn sie denn in einer Statistik auftauchen tatsächlich einer Definition bedürften – nicht unbedingt die Begrifflichkeit an sich, aber welcher Gerätetyp für den Ersteller der Statistik in die Sparte „Feature Phone“ und welcher unter „Smartphone“ fällt. Nokia bspw. bezeichnet seine Asha-Reihe selbst noch als Feature Phone, dabei sind die Asha-Geräte so leistungsstark und so ausgestattet wie die Smartphones von vor vielleicht 2 Generationen. Ebenso könnten ja auch „einfache“ Androiden in die Feature Phone Statistik rutschen, weil sie bspw. nur EDGE-Fähig sind, kein GPS etc. haben obwohl sie eigentlich ein Smartphone OS haben….
      Es wäre daher in der Tat schön, wenn so eine Statistik etwas genauer erläutert werden würde. Schließlich können sich daraus völlig „andere“ Ansichten ergeben. So wie bspw. bei der Berechnung von Marktanteilen bei Tablets durch Strategy Analytics – sie geben an „Markentablets“ herangezogen zu haben. Danach käme iOS auf 48,2% und Android auf 43,4%. Würden sie aber die „White Boxes“ also die vornehmlich unbekannten Tablets mit einrechnen, kämen sie auf 52% für Android und 41% für iOS, so Strategy Analytics. Das zeichnet doch ein anderes Bild, daher wäre es wirklich schön, wenn diese ganzen Analysen und Statistiken etwas genauer aufgeschlüsselt wären.

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