PwnFest: Google Pixel in 60 Sekunden gehackt

Hacker öffnen auf dem Google-Smartphone den Play Store und starten den Browser Chrome. Der zuvor unbekannte Fehler steckt in Android 7 Nougat. Der Hackerwettbewerb PwnFest bringt zudem Adobe Flash Player und Apple Safari zu Fall.

Ein Team chinesischer Hacker hat während des Wettbewerbs PwnFest 2016 Ende vergangener Woche eine zuvor unbekannte kritische Sicherheitslücke demonstriert, die es ihnen erlaubte, die vollständige Kontrolle über Googles neues Premium-Smartphone Pixel zu übernehmen. Sie benötigten nur rund 60 Sekunden, um den Play Store zu starten, den Browser Chrome zu öffnen und eine Website mit dem Text „Pwned by 360 Alpha Team“ anzuzeigen, wie The Register berichtet.

Pixel und Pixel XL (Bild: Google)Die zum chinesischen Softwareanbieter Qihoo 360 gehörenden Hacker sicherten sich eine Belohnung von 120.000 Dollar. Details zu dem Bug in Android 7 wurden indes nicht bekannt. Er erlaubte es den Hackern jedoch, auf persönliche Daten wie Kontakte, Fotos, Nachrichten und Anrufe zuzugreifen.

Bereits Ende Oktober hatte das Team des Tencent Keen Security Lab anlässlich des Hackerwettbewerbs Pwn2Own Mobile 2016 in Japan mehrere Zero-Day-Lücken in Android präsentiert und damit Googles Nexus P gehackt. Sie installierten eine gefährliche App auf dem Gerät und kassierten dafür 102.500 Dollar.

Noch schneller brachten die Hacker von Qihoo 360 Adobes Flash Player zu Fall. Nur vier Sekunden benötigen sie für die Ausführung eines Exploits, der einen Use-after-Free-Bug mit einer Windows-Kernel-Lücke kombiniert. Ihre Belohnung beläuft sich auf 120.000 Dollar.

Das für seine Jailbreaks bekannte chinesische Pangu Team übernahm schließlich die Kontrolle über eine vollständige gepatchte Version von Apple Safari unter macOS 10.12 Sierra. Mit der Schwachstelle sicherten sie sich nicht nur Root-Rechte, sondern auch eine Prämie von 80.000 Dollar.

Bereits am Donnerstag übernahmen Hacker zweimal die Kontrolle über Microsoft Edge unter Windows 10 Redstone 1. Erstmals überhaupt gelang es zudem, aus der Ferne und ohne Interaktion mit einem Nutzer eine in VMware Workstation ausgeführte virtuelle Maschine zu knacken.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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