Qualcomm kauft Lernplattformanbieter EmpoweredU

Sein erstes Angebot entwickelte er im Jahr 2011 für die University of California in Los Angeles. Daraus entstand eine eigene Plattform. Sie ist in der Cloud gehostet - der Zugriff kann von beliebigen Endgeräten rund um die Uhr erfolgen. Für Lehrkräfte gibt es Analysemöglichkeiten.

Qualcomm hat sich im Bildungsbereich mit EmpoweredU verstärkt. Der Chiphersteller will auf diese Weise „mobile Innovation beschleunigen und Lehreinrichtungen Rund-um-die-Uhr-Angebote ermöglichen – sowie die besten verfügbaren Werkzeuge für Bildungseinrichtungen, Schüler und Eltern.“ Einen Kaufpreis nannte er nicht.

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EmpoweredU ist auf in der Cloud gehostete, für Mobile optimierte Lernumgebungen spezialisiert. Die erste erstellte es nach seiner Gründung im Jahr 2011 für die University of California in Los Angeles. Daraus ging die EmpoweredU Learning Platform hervor, auf die Schüler und Studenten jederzeit von jedem Ort aus zugreifen können – mit beliebigen Endgeräten.

Inhalte werden plattformweit synchronisiert. Eine Echtzeit-Analyselösung sorgt dafür, dass das Lehrpersonal über die Lernfortschritte von Einzelpersonen und Klassen sowie über Änderungen an den Inhalten informiert ist.

Die Übernahme kommentierte Steve Sprigg, Senior Vice President bei Qualcomm Technologies: „Wir sind seit langem im Bildungsbereich aktiv und haben seit 2007 im Rahmen der Initiative Qualcomm Wireless Reach fast 40 Lehrprojekte gefördert. Dabei haben wir festgestellt, dass sich der Lernerfolg dramatisch erhöhen kann, wenn Lernende rund im die Uhr Kontakt zu Mitschülern und Lehrpersonal sowie Zugriff auf Lerninhalte haben.“

Bisher habe es aber für manche Schüler keine solche Möglichkeit gegeben, weshalb „die digitale Kluft immer breiter wird“. Qualcomm sei aber nun bereit, das Ökosystem voranzubringen. Die „Rolle der Technik im Bildungsbereich“ sei eine seiner „Leidenschaften“.

Als Geldgeber hatte EmpoweredU Granite Ventures, InterWest partners und die Sherry Lansing Foundation gewonnen.

Im Bildungsbereich ist etwa auch Qualcomms Chip-Rivale Intel aktiv. Er entwickelt nicht nur seit Jahren Hardware für den Schuleinsatz, sondern hat etwa 2013 den Schulsoftware-Entwickler Kno gekauft. Im gleichen Jahr verstärkte sich Amazon mit dem Anbieter eines Mathe-Lernprogramms, TenMarks. Schon Anfang 2012 hatte Apple sein Bildungsprogramm iTunes U ausgebaut, um das iPad an Schulen und Universitäten zu etablieren.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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Themenseiten: Mobile, Qualcomm, Software, Übernahmen

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