Tablets bremsen im vierten Quartal Wachstum des PC-Markts aus

Mit 3,1 Prozent fällt das Plus geringer aus als erwartet. Auch im Kalenderjahr 2010 bleibt das Ergebnis hinter der letzten Prognose zurück. Insgesamt hat die Branche im abgelaufenen Jahr 352,4 Millionen Computer verkauft.

Logo von Gartner

Der PC-Markt ist im vierten Quartal langsamer gewachsen als erwartet. Die Branche hat laut den jüngsten Zahlen von Gartner zwischen Oktober und Dezember 93,5 Millionen Computer verkauft, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zuvor hatten die Marktforscher mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet. Ein Grund dafür sind Tablet-Rechner wie Apples iPad.

„In vielen Schlüsselregionen waren die Verkäufe in der Weihnachtszeit schwach“, sagte Mikako Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner. „Media-Tablets wie das iPad und andere Consumer-Geräte wie Spielkonsolen konkurrierten mit PCs.“ Ein Lichtblick sei die anhaltend hohe Nachfrage durch Unternehmen gewesen, die Rechner auswechselten.

Das Kalenderjahr 2010 schloss der PC-Markt Gartner zufolge mit einem Zuwachs von 13,8 Prozent ab. Die Verkaufszahlen kletterten von 308 Millionen Stück im Vorjahr auf 350,9 Millionen Stück. Eine von den Marktforschern Ende November gesenkte Prognose lautete auf 352,4 Millionen Computer und ein Plus von 14,3 Prozent.

Mit 62,7 Millionen abgesetzten PCs (plus 6,5 Prozent) und einem Marktanteil von 17,9 Prozent (minus 1,2 Punkte) hat Hewlett-Packard im abgelaufenen Jahr die meisten PCs abgesetzt. Auf den Plätzen folgen Acer (Marktanteil 12,9 Prozent) und Dell (Marktanteil 12 Prozent). Lenovo konnte seinen Anteil um 1,7 Punkte auf 9,7 Prozent ausbauen und erzielte damit das größte Wachstum der Branche.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch IDC. „Das Wachstum hat sich 2010 stetig verlangsamt, während eine schwächere Nachfrage und die Konkurrenz durch das iPad die PC-Verkäufe eingeschränkt haben“, so David Daoud, Research Director der Marktforschungsunternehmens.

Ein wichtiger Unterschied ergibt sich allerdings bei der Ermittlung der Marktanteile. Hier sieht IDC zum Jahresende Dell wieder vor Acer. Der US-Hersteller erreichte IDC zufolge 2010 einen Anteil von 12,5 Prozent (minus 0,1 Punkte), während Acer 0,3 Punkte verlor und nur 12,3 Prozent aller Computer verkaufte.

Themenseiten: Acer, Apple, Business, Dell, Desktop, Gartner, Hewlett-Packard, IDC, Lenovo, Marktforschung, Mobile, Toshiba, iPad

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