US-Schulen: Chromebooks wachsen auf Kosten von iPads und Macs

Bei mobilen PCs für das US-Bildungswesen liegt Chrome OS mit einem Marktanteil von 58 Prozent vorne. Apple verliert Jahr um Jahr Anteile, obwohl es diesen Markt seit rund 40 Jahren bedient. Weltweit ist Apple ebenfalls angeschlagen - und hier liegt Windows im Trend.

Im wachsenden Markt mobiler PCs für Schulen haben sich Googles Chromebooks 2016 einen noch größeren Anteil geholt. Weiter auf dem Rückzug sind hingegen Macs und iPads, obwohl Apple seit rund 40 Jahren Computer für das Bildungswesen anbietet. Das geht aus einer Erhebung der Marktforscher von Futuresource Consulting hervor. Als mobile PCs sind dabei Notebooks und Tablets definiert. Desktop-Computer hingegen werden ebenso wenig erfasst wie von den Schülern selbst mitgebrachte Geräte.

Die Zahl der von US-Schulbezirken erworbenen Geräte wuchs 2016 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent und kam auf 12,6 Millionen Stück. Auch 2017 ist wieder eine zweistellige Zuwachsrate zu erwarten. Das erklärt mit, warum dieser Markt so umkämpft ist, zumal die Verkäufe von PCs und Tablets an geschäftliche wie private Anwender gleichzeitig zurückgehen.

(Bild: Futuresource)

Chrome OS dominiert in den US-amerikanischen Schulen mit einem Marktanteil von satten 58 Prozent. iOS-Geräte machen nur noch 14 Prozent aus, während es 2014 noch 26 Prozent waren. Rechner mit Mac OS fielen in diesem Zeitraum von 8 auf 5 Prozent. Relativ stabil konnte sich Windows halten mit 22 Prozent (25 Prozent vor zwei Jahren). Gegen den weiteren Vormarsch von Chrome OS könnte Microsoft außerdem Windows 10 Cloud ins Spiel bringen als vereinfachtes Betriebssystem, auf dem nur UWP-Apps aus dem Windows Store laufen.

„Apple ist angeschlagen“, kommentiert Futuresource-Analyst Mike Fisher. Die einfache Erklärung dafür liefert ein von der New York Times zitierter Schulleiter: „Letztendlich bekomme ich drei Chromebooks für jeden Mac, den ich hätte kaufen können.“

Im Rest der Welt – außerhalb der Vereinigten Staaten – ist Apple ebenfalls in der Defensive mit insgesamt noch geringeren Anteilen im Bildungsmarkt. Hier liegen allerdings nicht Chromebooks im Trend, vielmehr verzeichnen Windows-Geräte steigende Marktanteile von inzwischen 65 Prozent. Chrome OS erzielte hier hingegen 2016 nur einen verringerten Marktanteil von 17 Prozent. Bislang werden 90 Prozent aller Chromebooks für Schulen in den USA verkauft, aber auch in bestimmten Regionen der Welt konnten die Marktforscher ständig steigende Verkaufszahlen beobachten. Insbesondere in Nordeuropa konnten sie demnach Marktanteile gewinnen. Im schwedischen Bildungswesen sollen Chromebooks inzwischen sogar auf Platz 1 kommen.

Im Bildungsbereich sieht Futuresource 2-in-1-Geräte groß im Kommen, die sich sowohl als Tablets wie auch als Notebooks mit integrierter Volltastatur einsetzen lassen. Auch Digitalstifte hätten schnelle Akzeptanz gefunden und sollen eine immer größere Verbreitung finden. Beiden Trends will beispielsweise der chinesische Hersteller Lenovo entgegenkommen, der ein Yoga Book mit Chrome OS plant.

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Neueste Kommentare 

12 Kommentare zu US-Schulen: Chromebooks wachsen auf Kosten von iPads und Macs

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  • Am 3. März 2017 um 21:30 von Otter

    Dummheit siegt, nicht selten. Kann man in der Geschichte nachschlagen. Bill Gates hat die Menschen an der Nase rumgeführt, und sie danken es ihm in dem sie weiter dessen Betriebsystem benutzen. Absurd. Harald Lesch hat es schon richtig ausgedrückt, die Menschen bekommen es nicht hin, sind schlicht nicht in der Lage dazu.

    • Am 3. März 2017 um 22:19 von skydiver

      Könnten Sie das irgendwie ausführen? So ist der Kommentar nur eine seltsam wirre Anhäufung unzusammenhängender Satzfetzen…
      BTT:
      Mit dem neuen Prozessor von ARM der Windows 10 ausführen kann, wird MS noch kräftiger in dem Bereich auftreten. Da werden iPads und Chomebooks verlieren.

  • Am 5. März 2017 um 0:43 von Bernd Philippsen

    Apples Problem ist die Abhängigkeit von dem wahrscheinlich genialen S.J. Manche Menschen sind nicht ersetzbar…

    • Am 6. März 2017 um 8:32 von Ach nö

      Immer das selbe Märchen: Apple ist heute doppelt so groß wir unter Steve Jobs. Wäre mal Zeit den Kompass neu zu justieren.
      Ach ja: Microsoft macht aktuell weniger Umsätze als zuletzt unter Ballmer.

  • Am 5. März 2017 um 11:13 von Nase

    Warum sollte man nur für den Namen und Prestige mehr Geld ausgeben, wenn man doch woanders für viel weniger Geld eine super Leistung bekommt???
    DREI Chromebooks für JEDEN MAC!!!
    Das sagt doch schon alles. Und da in den heutigen Zeiten fast überall gespart werden muss, das Geld steckt man ja lieber in die Rüstung und eine mögliche Mauer, ist das nur eine logische Konsequenz.
    Das Apple damit auf dem absteigenden Ast ist, ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn es Otternase nicht wahrhaben will. ;-)

  • Am 5. März 2017 um 19:59 von Franky

    Apple ist einfach schlecht aufgestellt für die Zukunft. Ein Smartphone alleine reicht nicht aus um dann noch eine wichtige Rolle zu spielen. Android holt rapide auf und windows bleibt bis auf weiteres unersetzbar. Ob man will oder nicht, das ist nunmal die Realität. Allerdings haben alle systeme ihre vor und Nachteile.

    • Am 6. März 2017 um 8:35 von Ach nö

      Apple hängt zu 70% vom iPhone ab. Google zu 90% von personalisierter Werbung. VW hängt vermutlich sogar zu 99% vom Autoverkauf ab.
      Und nun?

      • Am 6. März 2017 um 9:27 von HreeP

        Und trotzdem ist Apple auf dem absteigenden Ast.
        Nichts was Apple bisher in den letzten Jahren so großkotzig angekündigt hat, war „DER KNALLER“, sondern durchschnittliche Ware zu Fantasiepreisen. Oder ist bisher überhaupt nicht nicht verkaufsfertig. Auch wenn man ohne diese Dinge nicht mehr leben kann. Jedenfalls wenn man nach dem Gequatsche von Cook geht (gegangen wäre).
        Ha ha ha. Ich lebe immer noch, obwohl ich mir nichts von diesem überteuerten Zeug gekauft habe und auch NIE kaufen werde.

      • Am 6. März 2017 um 11:10 von Franky

        Der unterschied, ist das sich bei Apple dahinter tatsächlich nur ein einziges Produkt verbirgt. VW hat dutzende Fahrzeuge und Marken. Google zig möglichkeiten Daten für Werbung zu Vermarkten. Apple hat genau EIN Iphone (das es in 7 ausführungen gibt). Das ist auf Dauer einfach zu wenig. Zudem haben sie den Sprung in die Cloud verpennt. DAS große Geschäft der Zukunft. Hier führen Amazon, Microsoft und Google. Das Betriebssystem der Zukunft kommt aus der Cloud, ebenso wie alle wichtigen Services. Apple spielt da keine Rolle.

        • Am 6. März 2017 um 12:17 von Hi, hi...

          „…Das Betriebssystem der Zukunft kommt aus der Cloud, ebenso wie alle wichtigen Services…“
          …dann empfehle ich Dir mal „Outer Limits, Staffel 3, Episode 17, Der Strom“. Fiktion? Ja! Noch! Aber der ganze Cloud-Sch… geht genau in diese Richtung!

          • Am 6. März 2017 um 20:57 von Franky

            Abwarten ;-)

        • Am 6. März 2017 um 15:06 von HreeP

          @Franky, das ja so richtig was Du geschrieben hast, aber so etwas wollen Leute wie PeerH aber nicht lesen, weil es deren Weltbild zerstören würde.
          Und wer weiß, ob nicht die Bosse von Nokia oder Motorola und deren „Fans“ nicht auch mal so gedacht haben?
          Wo das hingeführt hat, ist ja hinlänglich bekannt.

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