Microsofts Design-App Sprightly soll besonders Händler ansprechen

Dazu sind Templates für Kataloge, Produktcollagen und Preislisten enthalten. Das Grundkonzept erinnert an die Design-App von Canva und an Adobe Spark Post. Für Android ist das Microsoft-Garage-Projekt seit Februar verfügbar.

Microsoft hat eine App namens Sprightly für iOS verfügbar gemacht, mit der sich schnell und einfach professionell wirkende Designs erzeugen lassen, die dann für Social Media, aber auch Plakate, Flyer oder Grußkarten genutzt werden können. Das Programm für kleine Unternehmen erinnert somit an Adobes App Spark Post und das Designprogramm des Start-ups Canva.

Icon von Sprightly (Bild: Microsoft)Für Android ist Sprightly schon seit einigen Monaten verfügbar – erst mit der Portierung auf iOS erreicht es aber die Plattform, die auch die genannten Konkurrenten primär bedienen. Zugleich wurde die Sammlung an Templates erweitert, die etwa aus Layouts, Schrift- und Farbkombinationen bestehen.

Da Microsoft mit Sprightly speziell auf den Einzelhandel abzielt, sind auch Preislisten, Katalogseiten, Gutscheine und Produktcollagen unter den Vorlagen. Das Unternehmen scheint dabei besonders an Geschäftsleute in Entwicklungsmärkten zu denken, für die das Smartphone möglicherweise das einzige Arbeitsmittel für solche Aufgaben ist. Es zitiert Sanjana Shah, eine Ventilatoren-Händlerin aus Hyderabad in Indien, früher seien ihre Kataloge aus der Zentrale der Ladenkette gekommen, zu der die von ihr geleitete Filiale gehört, und hätten Monate auf sich warten lassen. „Aber jetzt kann ich mit Sprightly Bilder aller Ventilatoren im Laden machen, eine Preisliste zusammenstellen, auch einen Katalog, und das an Kunden verschicken. Das ist eine großartige Problemlösung.“

Mit Templates für Kataloge und Preislisten ist Sprightly speziell für Händler optimiert (Screenshots: Microsoft).Mit Templates für Kataloge und Preislisten ist Sprightly speziell für Händler optimiert (Screenshots: Microsoft).

Sprightly ist eine Entwicklung der Microsoft Garage, die schon eine Reihe äußerst experimenteller Apps hervorgebracht hat, darunter einen Wecker, der mittels Künstlicher Intelligenz Rätsel stellt. Microsoft Garage war 2009 als Teil der Office Labs gestartet. Es sollte als eine Art Spielwiese Microsoft-Mitarbeitern ermöglichen, innovative Ideen als Nebenprojekte zu verfolgen. Ab Oktober 2014 fokussierte es sich auf kleine, aber nützliche Apps (darunter auch Spiele) für Endanwender. Sie müssen sich nicht auf Windows Phone beschränken, sondern können auch für Android oder iOS geschrieben sein.

Beispielsweise steht mit DevSpace eine Projektverwaltung für Nutzer von Visual Studio Online zur Verfügung, die unter Windows Phone läuft. Ebenfalls für Windows Phone ist Join Conference gedacht, das es Anwendern ermöglicht, sich mit einem Druck auf einen Button oder einem Sprachbefehl in eine Telefonkonferenz einzuloggen – ohne komplizierte Authentifizierung. Keyboard for Excel hingegen macht auf Android-Geräten eine speziell für die Dateneingabe mit Excel geeignete Tastatur verfügbar. Und Anfang Januar hat Microsoft auch eine Selfie-App für iOS herausgebracht, die mit Filtern für glatte Haut und angenehme Farben von Porträts sorgt.

Adobe hat vergangenen Monat seine drei iOS-Apps Post, Slate und Voice zu einer Familie namens Spark zusammengefasst und ein Web-Pendant eingeführt. Die Spark-Web-App umfasst die Funktionen aller drei Mobil-Apps, nämlich Erstellen von Grafiken für Social-Networking-Beiträge (Post), Web-Stories (Page) und Bewegtbildern (Video). Fürs Log-in kann man neben einer Adobe-ID auch Google- oder Facebook-Zugangsdaten nutzen. Die Adobe-ID hat den Vorzug einer Synchronisierung über Geräte hinweg.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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