CeBIT: Universitäten in Deutschland und Großbritannien forschen gemeinsam zu 5G

Die Partnerschaft kündigte der britische Premier David Cameron in seiner Eröffnungsrede an. Ein zweites Projekt wird es zum Internet der Dinge geben. Für heute steht ein gemeinsamer Messerundgang von Cameron und Angela Merkel an.

Der britische Premierminister David Cameron hat in seiner Rede zur CeBIT-Eröffnung gestern Abend eine Technikpartnerschaft zwischen Großbritannien und Deutschlad angekündigt, wie die AAP berichtet. Gemeinsam werde man an Mobilfunknetzen der fünften Generation (5G) und am Internet der Dinge forschen.

Flagge von Großbritannien (Bild: Deutsche Messe AG)

Insgesamt gibt es Cameron zufolge drei Bereiche, in denen die beiden Länder „Ideen zusammenwerfen, Daten austauschen, Innovationen angehen und die Führung bei der Entwicklung des nächsten großen Dings übernehmen“ werden. Er sprach auch von „einer Welt im Schnellvorlauf“.

Über 5G-Netze werde es möglich sein, einen Spielfilm in einer Sekunde herunterzulade, erklärte der Premierminister. „Das ist ein Ziel, das Forscher auf der ganzen Welt verfolgen. Am deutsch-britischen Gemeinschaftsprojekt sind die Universität Dresden beteiligt, das King’s College in London und die Universität Surrey.

Daneben sind es vor allem die Schaffung eines europaweiten Telekommunikationsmarkts und das Internet der Dinge, wo Großbritannien und Deutschland nach Auffassung von Cameron zusammenarbeiten sollten. Über die Kommunikation von Alltags- und Haushaltsgeräten via Internet sagte er: „Das hat enormes Potenzial, unser Leben zu verändern.“ Beispielsweise könne die Gesundheit eines Menschen automatisch im Auge behalten werden.

Cameron kündigte auch fürs Internet der Dinge ein deutsch-britisches Gemeinschaftsprojekt mit einem Budget von 73 Millionen Pfund oder 88 Millionen Euro an. „Wir stehen am Rand einer neuen industriellen Revolution, und ich möchte, dass wir – das Vereinigte Königreich und Deutschland – sie anführen“, sagte der Premierminister.

Großbritannien ist das diesjährige Partnerland der CeBIT, die auch „Datability“ als Motto ausgegeben hat: die Fähigkeit, schnell und verantwortlich mit großen Datenmengen umzugehen. Auf Spionageprogramme von Regierungen, etwa Tempora des britischen Geheimdiensts GCHQ, ging Cameron in diesem Zusammenhang aber nicht ein, während die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zuvor die Notwendigkeit betont hatte, europaweit einheitliche Regeln für Datenschutz aufzustellen.

Beide Regierungschefs werden heute zusammen einen Rundgang durch die Ausstellungshallen machen. Merkel hatte es in ihrer Rede „ein Wunder“ genannt, dass die ehemals verfeindeten Nationen Großbritannien und Deutschland heute gemeinsam über engere Zusammenarbeit auf der Grundlage von Demokratie und Freiheit sprechen könnten.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu CeBIT: Universitäten in Deutschland und Großbritannien forschen gemeinsam zu 5G

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  • Am 10. März 2014 um 18:46 von Exminer

    Können wir auch sicher sein daß beide Adepten in die gleiche Richtung rudern. Ich erlaube mir da so meine Zweifel.

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