Windows 8 Release Preview steht zum Download bereit

Microsoft hat wie erwartet die dritte Vorabversion von Windows 8 veröffentlicht. Die Release Preview steht in 14 Sprachen – inklusive Deutsch – zur Verfügung. Der Download der 32-Bit-Variante umfasst etwa 2,5 GByte, die 64-Bit-Version kommt auf 3,3 GByte.

Neben den ISO-Varianten, die unter Windows 7 auf eine DVD gebrannt werden können oder sich über ein Tool auf einen USB-Stick kopieren lassen, steht auch ein Setup-Programm (Windows 8 Preview Release Setup) bereit, das den PC überprüft und anschließend eine für das vorliegende System optimierte Version herunterlädt. Dadurch verringert sich das Download-Volumen. Eine für die ARM-Plattform geeignete Version bietet Microsoft derzeit noch nicht zum Download an.

Mit Windows 8 will Microsoft eine neue Plattform etablieren, die vor allem auch für Tablets geeignet ist. Die technische Basis bildet die WinRT-Runtime. Die 18 Apps der Consumer Preview vermittelten bereits einen guten Eindruck, wie Windows 8 aussehen wird. Sogenannte Metro-style-Apps lassen sich nur aus dem Windows Store herunterladen und werden auf diese Weise aktualisiert. Damit folgt Microsoft dem Modell von Apples App Store. Für klassische Desktop-Programme ändert sich dagegen nichts: Sie können von jeder Quelle installiert werden. Ein Vertrieb über den Windows Store steht den Herstellern nicht offen.

Windows 8 steht zum Download bereit
Windows 8 steht zum Download bereit (Bild: Microsoft)



Windows 8 soll in insgesamt vier Editionen angeboten werden: Windows 8, Windows 8 Pro, Windows 8 Enterprise und Windows RT.

Einem Eintrag im Blog des Windows-Teams zufolge richtet sich die Standard-Variante “Windows 8″ an Verbraucher. Sie enthält einen aktualisierten Windows Explorer, einen neuen Task Manager, besseren Support für die Nutzung mehrerer Monitore und die Möglichkeit, Sprachen im laufenden Betrieb zu wechseln. Letzteres war bisher nur mit Windows Ultimate und Enterprise möglich.

Windows 8 Pro hingegen ist für Technikbegeisterte sowie Unternehmen gedacht. Es enthält zusätzliche Funktionen für Verschlüsselung, Virtualisierung, die Verwaltung von PCs und die Verbindung mit Domänen. Das Windows Media Center soll es als Erweiterung – bekannt als “Media Pack” – für Windows 8 Pro geben. Windows 8 und Windows 8 Pro werden als 32- und 64-Bit-Version erhältlich sein.

Windows RT ist die Version, die Microsoft für Tablets und PCs mit ARM-Prozessoren anbietet. Sie wird nicht einzeln verkauft und kommt nur vorinstalliert auf den Markt. Microsoft liefert Windows RT zusammen mit Versionen von Microsoft Word, Excel, PowerPoint und OneNote aus, die für die Bedienung per Touchscreen optimiert wurden.

Die vierte Variante seines kommenden Betriebssystems erwähnt das Unternehmen lediglich in einer Fußnote. “Wie schon bei früheren Versionen von Windows haben wird auch eine Ausgabe von Windows 8 speziell für Großkunden mit Volumenlizenzverträgen. Windows 8 Enterprise enthält alle Funktionen von Windows 8 Pro plus zusätzlicher Features für IT-Organisationen für die Verwaltung und Einrichtung von PCs, mehr Sicherheit, Virtualisierung, neue mobile Szenarien und vieles mehr”, schreibt Microsoft-Sprecher Brendan LeBlanc in dem Blogeintrag. Dort findet sich auch eine Gegenüberstellung der wichtigsten Funktionen jeder Version.

Das aktuelle Windows 7 liegt in sechs Varianten vor: Starter, Home Basic, Home Premium, Professional, Ultimate und Enterprise. Allerdings sind Starter und Home Basic nur vorinstalliert auf PCs verfügbar beziehungsweise Entwicklungsländern vorbehalten.

Aufstrebende Märkte wie China will Microsoft mit einer speziellen Version von Windows 8 bedienen. Sie wird aber jeweils nur in einer lokalen Sprache erhältlich sein.

Mit Windows 8 will Microsoft vor allem im Tablet-Markt punkten. Hier dominiert vor allem Apple mit dem iPad, gefolgt von vielen Android-Tablets. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass in wenigen Jahren der Absatz von Tablets größer als der von PCs und Notebooks sein wird. Sollte Microsoft mit Windows 8 im Tabletmarkt keinen Erfolg haben, dürften die Tage von Konzernchef Ballmer gezählt sein.


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