Microsoft Bing unterstützt Google AMP

Es betont den quelloffenen Charakter des Mobilseitenformats. In seiner App für Android und iOS verlinkt es AMP-Versionen von Artikeln ab sofort stets bevorzugt. Auf den Suchrang hat die Verfügbarkeit von AMP-Seiten wie bei Google keinen Einfluss.

Microsoft hat in seiner Such-App Bing Unterstützung für das von Google definierte, schnell ladende Mobilseitenformat AMP eingeführt. Sowohl unter Android als auch unter iOS verlinkt es solche Seiten und markiert sie durch das von Google eingeführte Blitzsymbol ebenso wie durch die Bezeichnung AMP.

(Bild: Microsoft)Das Format Accelerated Mobile Pages (AMP) ist Googles Antwort auf Facebooks Instant Articles. Nach der offenen Spezifikation erstellte Seiten laden auch auf Mobilgeräten schnell. Google verlinkt sie seit Mai in seinen Suchergebnissen, wenn die Anfrage von einem Mobilgerät kommt. Den Anfang machte iOS. Als Standard-Link finden sich AMP-Seiten in der Google-Mobilsuche auch erst seit August.

Microsoft berichtet, es habe im Mai begonnen, AMP zu testen, und dabei eine „um etwa 80 Prozent schnellere“ Ladezeit ermittelt. Die Verfügbarkeit von AMP-Seiten sei kein Kriterium für den Suchrang (was übrigens auch bei Google nicht der Fall ist), sie würden aber auf Mobilgeräten bevorzugt verlinkt: „Wenn es zu einem Artikel eine zugehörige AMP-Seite gibt, werden wir stets deren Download von einem Server in der Nähe des Nutzers den Vorzug geben und dabei nach Möglichkeit einen AMP-Cache nutzen, um den Vorgang zusätzlich zu beschleunigen.“

Bing verlinkt AMP-Seiten (Screenshot: Microsoft)

Gibt es keine AMP-Seite, zeigt Microsoft den normalen Artikel, den es nach eigener Aussage mit anderen Techniken für Mobilgeräte optimiert. In seinem Blogbeitrag betont der Konzern das quelloffene Konzept von AMP: Es handle sich um eine ganz normale HTML-Seite. Google speichert AMP-Seiten zudem automatisch in seinem Content Delivery Network – für den Anbieter ist das weder mit Kosten noch mit irgendwelchem technischen Aufwand verbunden.

Während AMP ursprünglich für Verlage konzipiert war, hat Ebay begonnen, es wie angekündigt für die Mobilsuche zu nutzen. Vor allem mobilen Anwendern, die über einen externen Link (etwa einer Suchmaschine) zu Ebay stoßen, will die E-Commerce-Plattform sich dynamischer präsentieren. Eine funktionierende Kauf-Option gibt es in der Testversion allerdings noch nicht.

Eine Verlinkung von AMP-Seiten planen außer Google auch die Sozialen Netze LinkedIn und Twitter sowie die Messenger Line, Tango und Viber. Zudem bekommt Google Unterstützung durch das Content-Management-System Drupal und Adobe Analytics. WordPress hat schon im Januar ein Plug-in verfügbar gemacht. Es erstellt ein Verzeichnis namens /amp/ mit der Mobilversion der Site.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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