Periscope: bereits 100 Millionen Stunden neue Streams in diesem Jahr

Insgesamt wurden bisher 200 Millionen Stunden aufgenommen - innerhalb genau eines Jahrs. Außerdem ist die Summe der täglichen Abrufe von 41 Jahren im August auf 110 Jahre jetzt gestiegen. Facebooks jüngstes Interesse an Livestreaming bezeichnet Periscope als "schmeichelhaft".

Die Twitter-Tochter Periscope hat anlässlich ihres ersten Geburtstags Zahlen zur Nutzung vorgelegt. Laut CEO Kayvon Beykpour wurden mit der App bisher über 200 Millionen Stunden Video aufgenommen – im Januar waren es noch 100 Millionen gewesen. Derzeit entsprechen zudem die an einem Tag von allen Usern zusammen gesehenen Videostreams einer Länge von etwa 110 Jahren.

Periscope für Android (Bild: Twitter)Das ist etwa zweieinhalbmal so viel wie vor neun Monaten, nämlich im August 2015, als täglich insgesamt 41 Jahre abgerufen wurden. Zudem sind über Twitter abgerufene Periscope-Streams nicht enthalten, weil diese Möglichkeit noch nicht lange besteht und noch kein Messverfahren eingerichtet wurde.

Während vor einem Jahr Periscopes einziger Konkurrent das Start-up Meerkat war, das inzwischen Live-Streaming eingestellt hat, sieht es sich jetzt Branchengrößen wie Facebook gegenüber, das Live-Streaming eingeführt hat – und natürlich der Google-Tochter Youtube. Beykpour gab sich aber bei der Geburtstagsfeier entspannt, wie Recode berichtet, und sagte: „Wir sind wirklich nicht beunruhigt, dass plötzlich jeder Livestreaming als interessante Branche sieht. … Dass Facebook, der 800-Pfund-Gorilla, eines Tages aufgewacht ist und beschlossen hat, live sei interessant, ist für uns schmeichelhaft. Vor einem Jahr hätten sie nicht weiter davon entfernt sein können.“

Während Meerkat daran scheiterte, eine ausreichende Zahl Anwender zur Aufnahme von Videos zu bewegen, bedeuten 100 Millionen Stunden frisches Material 2016, dass Periscope diese Hürde meistern könnte. Beykpour bewertete diese Steigerung als „extrem“ wichtig. „Egal wie gut deine Suchwerkzeuge sind, wenn die Leute keine Inhalte erstellen, ist vorn vornherein nichts zu finden. Man braucht ein Angebot, damit die Nachfrage überhaupt Bedeutung hat.“

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Ende Januar hatte Periscope eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, Videos aufzunehmen, indem es eine Kooperation mit GoPro schloss. Seine iPhone-App kann seither das Bild einer verbundenen Hero4 Silver oder Black nutzen und zwischen ihr und der iPhone-Kamera umschalten. Allerdings ist auch Youtube ein Partner von GoPro.

Twitter hatte Periscope im Frühjahr 2015 wenige Wochen vor dem Start von dessen App aufgekauft. Während Gerüchte von einem Preis über 100 Millionen Dollar sprachen, erwies sich dies als unzutreffend. Laut einer Börsenpflichtmeldung hat Twitter für den Kauf von Periscope und des Social-Media-Start-ups Niche zusammen nur 86,6 Millionen Dollar ausgegeben. Twitter schlüsselte diese Investitionssumme nicht weiter auf.

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Themenseiten: Facebook, Soziale Netze, Streaming, Twitter, Video

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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