Twitter beschränkt Zugriff von Live-Streaming-App Meerkat

Twitter hat Ende vergangener Woche Zugriffe durch den Live-Video-Streamingdienst Meerkat eingeschränkt, wie Buzzfeed berichtet. Parallel kündigte es die Übernahme eines Konkurrenten von Meerkat namens Periscope an.

Twitter (Bild: Twitter)

Konkret bedeutet dies, dass Nutzer von Meerkat nicht mehr automatisch ihre Twitter-Follower mit ihrem Meerkat-Konto verbinden und ihnen synchron Direktnachrichten können. Dadurch sinkt die Zahl der ein- und ausgehenden Benachrichtigungen zu einem Video-Livestream über Meerkat: Die Links müssen nun von Hand verschickt werden.

Offiziell begründete Twitter seine Entscheidung wie folgt: „Wir grenzen ihren Zugriff auf Twitters Social Graph entsprechend unseren internen Richtlinien ein. Ihre Nutzer können weiter Videos über Twitter verbreiten und sich mit ihren Twitter-Zugangsdaten einloggen.“

Die Mobil-App von Meerkat war Ende Februar gestartet und hatte innerhalb von zwei Wochen eine sechsstellige Anzahl Nutzer gefunden. Mit dem Technik-, Musik- und Filmfestival „South by Southwest“ in Austin (Texas) läuft gerade eine bei Meerkat- wie auch Twitter-Nutzern besonders beliebte Veranstaltung.

Logo von Meerkat (Bild: Meerkat)

Für Meerkat kommentierte Gründer Ben Rubin zunächst per Tweet: „Twitters Entscheidung zeigt, wie wichtig Meerkat geworden ist.“ Auf einer Veranstaltung von Yahoo Tech trug er am Wochenende nach, Meerkat sei Twitter „dankbar“ für die „Starthilfe“. Jetzt arbeite man an anderen Verbreitungswegen. „Sie haben hart am Aufbau ihres Graph gearbeitet. Es ist ihr Haus. Wir müssen das respektieren und gute Gäste sein.“

Live-Video aus dem Leben der Nutzer gilt als möglicher nächster großer Trend in Sozialen Netzen. Zugleich werden diese Streams als interessantes Umfeld für Videowerbung gehandelt. Investoren wie Josh Elman von Greylock hatten Meerkat im Vorfeld von SXSW als möglichen Star der Veranstaltung genannt.

Twitter selbst hatte 2007 aufgrund eines durch SXSW gesteigerten Interesses den endgültigen Durchbruch geschafft. Die Festivalbesucher verabreden sich seither gerne über Twitter zum Essen oder zu Partys.

[mit Material von Richard Nieva, News.com]

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