MetroPCS-Aktionäre stimmen Fusion mit T-Mobile USA zu

Damit steht dem Abschluss der Transaktion zum 1. Mai nichts mehr im Weg. Telekom-Vorstand René Obermann bezeichnete den Zusammenschluss als "großen Schritt für die Deutsche Telekom". Die neue Gesellschaft wird als T-Mobile US firmieren.

Die Aktionäre von MetroPCS haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Richardson (Texas) der Fusion mit T-Mobile USA zugestimmt. Damit steht dem Zusammenschluss der US-Provider nichts mehr im Weg. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet die Deutsche Telekom zum 1. Mai 2013.

tmobileusa-metropcs

„Das ist ein großer Schritt für die Deutsche Telekom“, sagte René Obermann, Vorstandvorsitzender der Deutschen Telekom. „Wir haben in der letzten Zeit in den USA vieles vorangebracht, beispielsweise das Netz modernisiert und ein neues Management-Team an Bord geholt, das sehr erfolgreich ist. Dazu haben wir die Verträge mit Apple und MetroPCS geschlossen. Dieser Merger mit MetroPCS ist enorm wichtig, um in den USA mit mehr Kraft angreifen zu können.“

Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Telekom und Chairman des neuen Gemeinschaftsunternehmens ergänzte: „Zusammen mit MetroPCS bekommen wir weiteren Rückenwind für unsere Uncarrier-Strategie in den USA. Wir haben unser Geschäftsmodell radikal umgebaut und ein drastisch vereinfachtes und kundenfreundlicheres Tarifsystem eingeführt. Zusammen mit MetroPCS bringen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit mit einem gemeinsamen hochmodernen Netz, mehr Schlagkraft im Vertrieb und Top-Endgeräten wie dem Apple iPhone 5 und dem Samsung Galaxy S4 entscheidend voran.“

Es wird erwartet, dass das neue Gemeinschaftsunternehmen sich besser am Markt behaupten kann, als zuvor jeder der beiden Carrier für sich. Nach Schätzungen von Analysten für 2012 beläuft sich der gemeinsame Kundenstamm auf 42,5 Millionen und der konsolidierte Umsatz auf 24,8 Milliarden Dollar.

Der ursprüngliche Fusionsplan sah vor, dass der neuen Gesellschaft auch T-Mobile-Schulden in Höhe von 15 Milliarden Dollar aufgebürdet werden. Nach massiver Kritik seitens der MetroPCS-Aktionäre reduzierte die Telekom in einem nachgebesserten Angebot diesen Betrag vor zwei Wochen um 3,8 Milliarden auf 11,2 Milliarden Dollar. Zudem sicherte sie zu, in den ersten 18 Monaten nach Abschluss der Fusion keine Aktien des neuen Gemeinschaftsunternehmens an der Börse zu veräußern. Zuvor hatte die Sperrfrist nur sechs Monate betragen.

Die Aktionäre von MetroPCS erhalten nun vorab eine Sonderausschüttung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar in bar. Anschließend führt MetroPCS eine Aktienzusammenlegung durch, bevor T-Mobile USA im Rahmen einer Kapitalerhöhung in das Unternehmen eingebracht wird. Nach dem Abschluss der Fusion halten die MetroPCS-Aktionäre 26 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft und die Deutsche Telekom 74 Prozent. Das Gemeinschaftsunternehmen wird als T-Mobile US firmieren und an der New Yorker Börse unter dem Kürzel TMUS notiert sein.

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Deutsche Telekom, T-Mobile USA, Telekommunikation, Übernahmen

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu MetroPCS-Aktionäre stimmen Fusion mit T-Mobile USA zu

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *