Erste Beta von Photoshop Lightroom 4 integriert Video-Support

Filme lassen sich als H.264-Datei exportieren und direkt auf Flickr oder Facebook veröffentlichen. Einige Bildeffekte können jetzt auch auf Videos angewendet werden. Zudem hat Adobe die Tiefenwertkorrektur verbessert.

Adobe hat eine erste Vorabversion von Photoshop Lightroom 4 bereitgestellt. Sie lässt sich ab sofort für Windows und Mac OS X von der Adobe-Labs-Website herunterladen.

Mit Lightroom 4 lassen sich fortan Videos besser bearbeiten. Zwar hat Adobe die Software nicht zu einem vollständigen Video-Editor ausgebaut, wohl aber die Möglichkeiten deutlich erweitert. Es lassen sich beispielsweise einige der Standardfunktionen für die Bildbearbeitung auch auf Videomaterial anwenden. Mit digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR), Digitalkameras oder Smartphones aufgenommene Videos können nun abgespielt und geschnitten werden. Auch das Extrahieren einzelner Frames ist möglich.

Lightroom 4 verfügt über dieselbe integrierte Engine wie Adobe Premiere Pro, um Videomaterial zu dekodieren und zu verarbeiten. Es lassen sich Clips als H.264-Datei exportieren und direkt auf Flickr oder Facebook veröffentlichen. Geotags können ebenfalls hinzugefügt werden.

Einige Bildeffekte lassen sich in Lightroom 4 auch auf Videos anwenden - etwa ein Sepia-Ton (Screenshot: CNET.com/Stephen Shankland).
Einige Bildeffekte lassen sich in Lightroom 4 auch auf Videos anwenden – etwa ein Sepia-Ton (Screenshot: CNET.com/Stephen Shankland).

Über die Videofunktionen hinaus hat Adobe Lightroom 4 um Steuerelemente für die Tonwertkorrektur erweitert, mit denen sich Tiefen und Lichter besser korrigieren lassen. Zudem gibt es zusätzliche Funktionen zum Reduzieren von Bildrauschen, Moiré-Effekten und einen verbesserten Weißabgleich. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Bilder mit Hilfe von Google Maps oder GPS-Logs mit Ortsinformationen zu versehen. Anwender können aufgrund einer Partnerschaft mit Blurb aus der Software heraus Fotobücher erstellen und drucken.

Wie Apples Konkurrenzlösung Aperture war Lightroom als Werkzeug zum Editieren und Archivieren von Fotos gestartet – insbesondere von Bildern in RAW-Formaten, wie sie High-End-Kameras liefern. Es entwickelte sich weiter, als digitale Spiegelreflexkameras massentauglich wurden und auch Profis das Potenzial digitaler Fotografie erkannten.

Lightroom 1.0 erschien vor sechs Jahren. Rund drei Jahre später kamen immer mehr DSLRs mit Videofunktion auf den Markt. Zwar hatte es vorher schon Kompaktkameras gegeben, mit denen Anwender kurze Filme aufnehmen konnten, aber erst Geräte wie Nikons D90 und Canons 5D Mark II ermöglichten hochwertigere Videos mit auswechselbaren Linsen, guten Nachtaufnahmen und Bokeh.

Die Finalversion von Lightroom 4 wird voraussichtlich im Frühling erscheinen. Sie trägt den Codenamen „Sprockets“ – der wie jene der Vorgänger mit S beginnt: „Shadowland“, „Silvertone“ und „Strangelove“.

Themenseiten: Adobe, Photoshop, Software, Windows, macOS

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