Google testet Breitbanddienste in Kansas

Die Stadt wurde unter 1100 Städten und Gemeinden für das Glasfasernetz-Experiment ausgewählt. Es geht bei dem Projekt unter anderem um die Erforschung von Breitbandapplikationen. Weitere Kommunen können sich für den Test bewerben.

Google-CFO Patrick Pichette hat sich für Kansas als Standort entschieden (Bild: Google, via Youtube).
Google-CFO Patrick Pichette hat sich für Kansas als Standort entschieden (Bild: Google, via Youtube).

Google hat die 150.000 Einwohner große Stadt Kansas City im amerikanischen Bundesstaat Kansas für den experimentellen Einsatz eines Glasfaser-Breitbandnetzes ausgewählt. Bei dem Experiment des Suchmaschinenanbieters geht es unter anderem um die Erforschung neuer Anwendungen mit großem Bandbreitenhunger sowie um Erfahrungen bei der Entwicklung von Breitbandnetzen und dem Betrieb eines offenen Netzes mit mehreren Providern. Ein Video auf Youtube erläutert das Projekt.

Mehr als 1100 Städte und Gemeinden hatten sich für das Experiment beworben, das vor gut einem Jahr im Google-Blog ausgeschrieben wurde. Jetzt hat sich Google für Kansas City entschieden – sucht aber parallel schon nach weiteren Gemeinden, die sich dem Test anschließen.

Zu den Städten, die nicht den Zuschlag bekommen haben, zählt übrigens auch Topeka, Kansas – nur eine Autostunde von Kansas City entfernt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil sich Topeka bereit erklärt hatte, sich in „Google City“ umzubenennen.

„In den vergangenen zehn Jahren hat der Schritt von Einwahl- zu Breitbandverbindungen zahllose Neuerungen wie Videostreaming, Onlinehandel mit digitaler Musik oder Videokonferenzen über das Web ermöglicht, welche die Kommunikation und die Wirtschaft verändert haben“, heißt es dazu im Google-Blog. „Wir können es kaum erwarten, die neuen Produkte und Dienstleistungen in Kansas City zu sehen, die entstehen werden, wenn die Stadt statt eines herkömmlichen Breitbandnetzes ultraschnelle Glasfaserverbindungen bekommt.“

„Bei der Auswahl der Stadt wollten wir einen Ort suchen, an dem wir effizient arbeiten und einen Einfluss auf die Gesellschaft haben konnten. Außerdem wollten wir Beziehungen zur lokalen Verwaltung und örtlichen Organisationen aufbauen“, liest man im Blog. „In Kansas City haben wir das alles gefunden. Wir arbeiten jetzt eng mit den örtlichen Organisationen zusammen, zum Beispiel der Kauffman Foundation, KCNext sowie dem University of Kansas Medical Center, und helfen dabei, die Gigabit-Applikationen der Zukunft zu erschaffen.“

In dem Video auf Googles Youtube-Kanal sind neben Bürgern aus Kansas City einige Google-Manager zu sehen, unter anderem Mitgründer Sergey Brin und Chief Financial Officer Patrick Pichette. Ein Bürger beschreibt die Einführung des Google-Netzes so: „Das ist wahrscheinlich das am meisten diskutierte Ereignis in der gesamten Geschichte von Kansas City.“ Brin sagt bescheiden am Ende des Videos: „Für uns ist es eine Ehre, dieses High-Speed-Netz zusammen mit den fleißigen Bürgern von Kansas City aufbauen zu dürfen.“

Themenseiten: Breitband, Google, Google, Internet, Kommunikation, Marktforschung, Politik, YouTube

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