HP Inc entlässt bis zu 4000 Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren

Bis zum Beginn des Finanzjahrs 2020 will das Unternehmen seine Kosten um zwischen 200 und 300 Millionen Dollar senken. Dafür nimmt es bis zu 500 Millionen Dollar Restrukturierungskosten in Kauf. CEO Dion Weisler hält so langfristiges Wachstum für möglich.

HP Inc hat bestätigt, dass es bis zum Jahr 2020 zwischen 3000 und 4000 Stellen streichen wird. Das sagte der CEO der Heimanwendersparte des früheren HP-Konzerns, Dion Weisler, bei einer Veranstaltung in New York. Alle Abteilungen werden nach seiner Darstellung gleichermaßen betroffen sein.

Bis zum Beginn des Finanzjahrs 2020 will HP Inc auf diese Weise seine Kosten um zwischen 200 und 300 Millionen Dollar senken, wie CNBC berichtet. Dafür ist es bereit, zwischen 350 und 500 Millionen an Restrukturierungskosten aufzuwenden.

„Auch wenn unsere Märkte weiter sehr umkämpft sind, sind wir im Kern auf Innovationen ausgerichtet und sehen auch langfristige Wachstumsmöglichkeiten in den Bereichen mobiler Handel und Dienstleistungen, durch die Umwälzungen im A3-Kopierermarkt, die Digitalisierung des Grafikbereichs und in der Herstellung, wo wir mit 3D-Drucklösungen führend sind“, sagte Weisler. „Wir haben Vertrauen in unsere Strategie und glauben, dass sie zu zuverlässigen Erträgen und Cash Flow führen wird, HP aber auch in die Lage versetzt, in gezielte Innovationen und langfristiges Wachstum zu investieren.“

Vor einem knappen Jahr hatte sich Hewlett-Packard in zwei Unternehmen aufgeteilt: HP Inc, das auf Drucker und PCs spezialisiert ist, sowie Hewlett Packard Enterprise mit Unternehmenslösungen. Gesamt-CEO Meg Whitman führt nun den Unternehmensbereich.

Im August hat HP Inc Zahlen für dritte Geschäftsquartal vorgelegt. Es meldete 843 Millionen Dollar Nettoeinnahmen bei einem Umsatz von 11,9 Milliarden Dollar, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent bedeutete. Trotz Anzeichen für eine Erholung kämpft es noch mit der Schwäche der Märkte für PCs und Drucker.

Der Nettoumsatz im Bereich Drucker ging im Jahresvergleich um 14 Prozent zurück, Hardware insgesamt um 10 Prozent. Den noch geringsten Rückgang verbuchten professionelle Drucklösungen mit 2 Prozent.

HP Envy AiO 27 (Bild: HP)HP Envy AiO 27 (Bild: HP)Parallel stellte HP überarbeitete Versionen seines Convertible-PCs Spectre x360, des 27-Zoll-All-in-One-Systems und und des 13-Zoll-Envy-Notebooks vor. Sie werden ab November beziehungsweise Januar erhältlich sein. Neu im Programm ist ein 4K-Envy-Display mit 27 Zoll namens 27s.

Auch konnte das Unternehmen diese Woche erste Markenuhren aus seiner Kooperation mit Movado vorzeigen. Sie erscheinen unter den Markennamen Coach, Ferrari, Hugo Boss, Juicy Couture und Tommy Hilfiger. Die Technikeinheit von HP informiert per LED oder eine unauffällige OLED-Anzeige über wichtige Ereignisse wie Anrufe oder E-Mails. Sie wird separat mit Strom versorgt.

[mit Material von Asha McLean, ZDNet.com]

ANZEIGE

Open Telekom Cloud: Ressourcen auf Abruf

Von Capex zu Opex: Mit IT-Kapazitäten aus der Cloud statt von eigenen Servern verwandeln Unternehmen gerade verstärkt starre Investitionskosten in dynamische Ausgaben, die sich dem Geschäftsverlauf anpassen – und werden damit flexibler. Immer beliebter: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aus der Open Telekom Cloud.

Tipp: Wie gut kennen Sie die Chefs der IT-Firmen? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Börse, Desktop, Drucker, HP, IT-Jobs

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
Florian Kalenda
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu HP Inc entlässt bis zu 4000 Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *