Globaler Smartphonemarkt: Huawei jetzt erfolgreichste chinesische Marke

Samsung konnte durch den Start seiner neuen Spitzenmodelle gegenüber dem Weihnachtsquartal deutlich zulegen. Dies berichtet TrendForce. Chinesische Hersteller litten unter einem schwächelnden Heimatmarkt, in dem die Nachfrage vor allem Apple-Produkten galt.

TrendForce hat Zahlen zum weltweiten Smartphone-Markt im ersten Quartal 2015 vorgelegt und sieht hinter Samsung und Apple jetzt Huawei als drittgrößten Anbieter – und damit auch größten chinesischen Hersteller. LG und Lenovo runden die Top 5 ab; Xiaomi liegt laut TrendForce unter den chinesischen Herstellern an dritter Stelle, vor TCL und Coolpad.

Huawei P8 (Bild: Huawei)Huawei P8 (Bild: Huawei)

Samsung kommt durch einen erfolgreichen Start seiner neuen Spitzenmodelle Galaxy S6 und S6 Edge auf 27,8 Prozent Marktanteil. TrendForce erwartet nun, dass sich allein diese beiden Modelle im zweiten Quartal rund 20 Millionen Mal verkaufen werden. Zugleich bescheinigt es Apple eine überraschend starke Marktposition auch im ersten Quartal, da es mehr als 55 Millionen iPhone-Exemplare absetzen konnte.

Besonders groß war die iPhone-Nachfrage in China. Dieser Markt schwächelte allerdings insgesamt und war ein wesentlicher Faktor, dass die Smartphone-Absätze gegenüber dem Vorquartal um 9,2 Prozent auf 291,2 Millionen Stück zurückgingen. Fürs zweite Quartal sagen die Analysten aus Ostasien wieder plus 14,8 Prozent für den chinesischen Markt voraus. Weltweit erwarten sie ein Wachstum im 6,8 Prozent auf 311 Millionen Einheiten.

LG auf dem vierten Rang weltweit profitierte laut TrendForce davon, dass es von der nachlassenden Nachfrage in China kaum betroffen war, da es vor allem in die USA und nach Europa liefert. Im ersten Quartal konnte es 18 Millionen Smartphones verkaufen.

Huawei Logo (Bild: Huawei)

Unter Druck durch Apples iPhone und einem nachlassenden Heimatmarkt verkauften chinesische Hersteller im ersten Quartal insgesamt nur 106 Millionen Smartphones, 12,7 Prozent weniger als im Vorquartal. Laut den Marktforschern sorgte der schwächelnde Euro auch dafür, dass sie weniger Geräte in die Eurozone exportieren konnten. Besonders betroffen war Lenovo mit einem Rückgang von über 20 Prozent. Der zuletzt führende chinesische Smartphone-Hersteller verkaufte nur 17,5 Millionen Geräte im Quartal.

Huawei hingegen hatte es 2014 erstmals unter die weltweit bekanntesten 100 Marken geschafft – ein seltener Erfolg für ein chinesisches Unternehmen, wie TrendForce anmerkt. Als wichtigsten Faktor identifiziert es fürs angelaufene Quartal die große Nachfrage nach dem Erfolgsmodell Ascend Mate 7, das auch in Deutschland seit dem Herbst für rund 500 Euro verfügbar ist. Xiaomi kam mit seinen Modellen RedMi und RedMi Note auf 16 Millionen verkaufte Geräte, was einen relativ geringen Quartalsrückgang von 6 Prozent bedeutet. Oppo konnte 8 Millionen Geräte verkaufen.

TrendForce unterhält Büros in Shenzhen (VR China) sowie der Sonderverwaltungszone Schanghai und eine Zentrale in Taipeh (Taiwan). Es sieht sich als weltweites Marktforschungsunternehmen. Seine Zahlen sind die wohl ersten zum ersten Quartal 2015 vorliegenden, sie lassen aber unter anderem einen Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1/2014) vermissen.

Globaler Smartphonemarkt laut TrendForce

Hersteller Marktanteil Q1/2015 Marktanteil Q4/2014
Samsung 27,8 % 24,7 %
Apple 19,9 % 23,2 %
Huawei 7,0 % 6,9 %
LG 6,2 % 5,3 %
Lenovo 6,0 % 7,1 %
Sonstige 33,0 % 32,8 %

[mit Material von Cho Mu-hyun, ZDNet.com]

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Themenseiten: Apple, Huawei, Marktforschung, Samsung, Smartphone, TrendForce

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