Apple-Zulieferer Japan Display startet holprig an der Börse

Der Ausgabekurs betrug 900 Yen - etwa 6,34 Euro. Am ersten Handelstag sackte er zeitweise bis auf 706 Yen ab und schloss bei 769 Yen. Anleger fürchten offenbar die aufkommende Konkurrenz taiwanischer Anbieter bei Smartphone-Displays.

Apples Displayzulieferer Japan Display – kurz auch JDI – hat einen holprigen Börsenstart erlebt. Der Kurs verlor am ersten Handelstag rund 15 Prozent, wie Nikkei berichtet. Dabei lag der Ausgabekurs von 900 Yen (6,34 Euro) laut Wall Street Journal noch im unteren Segment des in Betracht gezogenen Spektrums. Die Aktie fiel zeitweise bis auf etwa 706 Yen (4,99 Euro), der Schlusskurs in Tokio betrug 769 Yen (5,44 Euro).

Logo Japan Display

Der für Japan zuständige Analyst Amir Anvarzadeh von BGC Partners sagte CNBC: „Die Preisgestaltung war ein Fehler. JDI ist stark fokussiert auf kleine Bildschirme mit Niedrigtemperatur-Polysilizium, was immer noch ein gutes Geschäft ist. Aber den Markt für Niedrigtemperatur-Polysilizium bedienen zunehmend auch die Taiwaner, und die Koreaner sind zu AMOLED übergegangen.“

In JDI hatten Hitachi, Sony und Toshiba im Jahr 2010 ihre Display-Abteilungen verschmolzen, um effizienter zu arbeiten und anhaltende Verluste zu vermeiden. Sie erhielten dabei Finanzierungshilfe durch die japanische Regierung. Polysilizium-Displays von JDI verbaut vor allem Apple im iPhone 5S, AMOLED setzt hingegen beispielsweise Samsung in der Galaxy-Reihe ein.

Mit einem Anteil von rund 16 Prozent ist JDI Weltmarktführer für Smartphone-Bildschirme. Für die neun Monate bis Dezember 2013 hatte es einen Gewinn von 33,5 Milliarden Yen gemeldet – und damit laut WSJ mehr als zehnmal so viel wie im Vorjahr.

Im Oktober 2013 hatte JDI einen 12,1 Zoll großen Tablet-Screen mit Ultra-HD-Auflösung gezeigt. Er stellt 3840 mal 2160 Bildpunkte dar und ist weniger als ein Zehntel Zoll dick, also nicht einmal 0,254 Zentimeter. Das entspricht einer Pixeldichte von 365 ppi. Endgeräte mit dieser Anzeige könnten aber frühestens zum Jahresende 2014 erscheinen.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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