Japan Display zeigt 12,1 Zoll großen Tablet-Screen mit Ultra-HD-Auflösung

Er stellt 3840 mal 2160 Bildpunkte dar. Mit einer Pixeldichte von 365 ppi übertrifft er die kleineren Retina-Displays der gestern vorgestellten Apple-Tablets iPad Air und iPad Mini. Kontrast und Helligkeit gibt der Hersteller mit 1000:1 respektive 500 Candela pro Quadratmeter an.

Japan Display hat auf der Fachmesse FPD International 2013 im japanischen Yokohama einen Tablet-Bildschirm mit 12,1 Zoll Diagonale und Ultra-HD-Auflösung demonstriert. Der Screen stellt 3840 mal 2160 Bildpunkte dar und ist weniger als ein Zehntel Zoll dick, also nicht einmal 0,254 Zentimeter.

Die Pixeldichte gibt Japan Display, ein 2011 gegründetes Joint Venture von Hitachi, Sony und Toshiba, mit 365 ppi an. Damit übertrifft das 12,1-Zoll-Display trotz der größeren Diagonale die Retina-Bildschirme der gestern vorgestellten Apple-Tablets iPad Air (264 ppi bei 9,7 Zoll) und iPad Mini (324 ppi bei 7,89 Zoll). Einige Smartphones bieten mittlerweile schon eine Pixeldichte von über 400 ppi, aber natürlich auf einem wesentlich kleineren Bildschirm. Generell ist zu beachten, dass man durch die Pixeldichte allein nicht auf die Qualität der Anzeige schließen kann.

Der von Japan Display vorgestellte Tablet-Screen löst 3840 mal 2160 Bildpunkte auf (Bild: Japan Display).Der von Japan Display vorgestellte Tablet-Screen löst 3840 mal 2160 Bildpunkte auf (Bild: Japan Display).

Der typische Kontrastwert des in Yokohama gezeigten Tablet-Bildschirms beträgt laut Hersteller 1000:1. Die Helligkeit ist mit 500 Candela pro Quadratmeter spezifiziert. Bei einem Kontrastwert von mindestens 100:1 soll der maximale Blickwinkel bei rund 160 Grad liegen.

Der 30,1 Zentimeter große Screen hat nur einen 2 Millimeter dicken seitlichen Rand. Außerdem soll er relativ stromsparend arbeiten. Bei voller Helligkeit verbraucht er laut Hersteller 3,6 Watt.

Das Joint Venture hat sich bisher nicht dazu geäußert, wann das neue Display in ersten Endgeräten zum Einsatz kommen wird. Wahrscheinlich wird es aber frühestens Ende nächsten Jahres soweit sein. Bisher gibt es im Tablet-Bereich kaum Geräte dieses Formfaktors. Apple soll aber schon iPad-Displays mit einer Diagonalen von bis zu 13 Zoll getestet haben.

Bei größeren Bildschirmen dürfte Ultra HD schneller Einzug finden. Panasonic hatte im Juni auf der CES in Las Vegas und später auf der IFA in Berlin ein Windows-8-Tablet mit einer Auflösung von 3840 mal 2560 Bildpunkten präsentiert. Der Prototyp verwendete aber ein 20-Zoll-Display.Er kam damit auf eine Pixeldichte von 230 ppi.

[mit Material von Sean Portnoy, ZDNet.com]

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Themenseiten: Displays, Forschung, Japan Display, Tablet

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