Lizenzvertrag: Microsoft kann Marke Lumia zehn Jahre lang nutzen

Keinen Kommentar gibt es dagegen vorerst zur Zukunft des namens Nokia im Smartphonebereich. Microsoft zufolge schreckt der Zukauf andere Windows-Phone-Partner nicht ab - "im Gegenteil". Ihnen verspricht es künftig mehr Flexibilität, was etwa die Nutzung von Softkeys angeht.

Microsoft wird den Markennamen Lumia nach der Übernahme von Nokias Gerätesparte beibehalten: Es hat ihn auf zehn Jahre in Lizenz genommen. Dies – und andere Bestimmungen des Lizenzvertrags zwischen Nokia und Microsoft – hat der für Windows Phone zuständige Microsoft-Direktor Greg Sullivan auf dem Mobile World Congress kommuniziert. Ob Microsoft aber auch den Namen Nokia und dessen Logo für die Telefone nutzen wird, wollte er nicht sagen.

Stephen Elop mit Nokia Lumia 1020 (Bild: News.com)Stephen Elop mit Nokia Lumia 1020 (Bild: News.com)

Die Übernahme soll im ersten Kalenderquartal abgeschlossen werden, Microsoft bleibt also ein weiterer Monat Zeit. Eine Bedrohung für andere Windows-Phone-Partner gebe es dadurch nicht – „ganz im Gegenteil“, sagt Sullivan, und verweist auf Foxconn, Lenovo und LG als neue Betriebssystem-Partner. Ihr Fokus wird es sein, billigere Endgeräte mit dem Microsoft-Betriebssystem als bisher verfügbar auf den Markt zu werfen.

Erneut bekräftigte der Manager, Microsoft werde den Hardware-Partnern in Kürze mehr Flexibilität zugestehen und etwa Softkeys (virtuellen Tasten) als Alternative zu den bisher vorgeschriebenen Tasten für Basisfunktionen wie „Home“ zulassen. Ziel sei es, zu Android und iOS aufzuschließen: „Wenn man in einem Rennen an dritter Stelle liegt und die voranfahrenden Autos überholen will, muss man schneller als sie fahren. Wenn wir weiter beschleunigen, werden wir sie letzten Endes überholen.“

Auf die Frage nach Schwachpunkten von Windows Phone sagte Sullivan: „Wo wir noch Arbeit vor uns haben, das ist die App-Plattform.“ Warum Windows Phone in Großbritannien oder auch Italien weit erfolgreicher sei als in den Staaten, wisse er nicht: „Es gibt dafür keinen Grund. Es ist eine Kombination an Unterschieden, wie Netzbetreiber auf den Markt gehen – und außerdem, entschuldigen Sie meine Anbiederung, außerdem sind die Briten auch besonders schlau.“

Eine Schlüsselrolle in Microsofts Strategie kommt angeblich dem Musikstreamingdienst Mix Radio zu. Das hat auf dem MWC einige Stände weiter Nokias für Unterhaltung zuständiger Vizepräsident Jyrki Rosenberg gesagt. Keinen Kommentar gibt es dagegen zur Zukunft von Nokia X, der jüngsten Familie an Android-Smartphones. Da die Geräte aber Microsoft-Dienste wie Skype und Bing enthalten, gehen Beobachter davon aus, dass der Konzern in Nokias Android-Strategie einbezogen war und sie gutheißt.

[mit Material von Rich Trenholm, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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