Apple stellt ehemaligen CEO von Yves Saint Laurent ein

Paul Deneve soll sich Spezialprojekten widmen - und nicht etwa die Nachfolge von Handelschef John Browett antreten. Vermutlich wird er mit Design oder Wearable Computing zu tun haben. Schließlich steht die iWatch offenbar vor dem Start.

Apple hat Paul Deneve eingestellt, den früheren CEO des Modehauses Yves Saint Laurent. Bloomberg teilte der Konzern mit: „Wir sind begeistert, Paul Deneve an Bord zu haben. Er wird als Vizepräsident an speziellen Projekten arbeiten und direkt an Tim Cook berichten.“

Apple Store in Palo Alto, Kalifornien (Bild: Apple)

AppleInsider hatte die Information etwas früher von einer Quelle bekommen – und zusätzlich einen Hinweis, dass Deneve die Nachfolge von John Browett als Verantwortlicher für die Ladengeschäfte antreten könnte. Browett war letzten Herbst als Handelschef zurückgetreten; die Stelle ist seither vakant. Bloomberg zufolge wird Deneve aber nichts mit dem Handel zu tun haben.

„Spezialprojekte“ kann vielerlei bedeuten. Möglicherweise wird Deneve in irgendeiner Weise für Design zuständig sein, wobei dann fraglich wäre, warum er nicht Designchef Jonathan Ive unterstellt ist. Oder er kümmert sich um den Bereich Wearable Computing, den Apple laut Spekulationen diesen Herbst mit einer Armbanduhr namens iWatch eröffnen wird.

Tragbare Technik sei „hochgradig interessant“, hatte Apple-CEO Tim Cook Ende Mai gesagt. Eine Brille wie Google Glass halte er für „zu riskant“. Die Vorstellung, etwas am Handgelenk zu tragen, sei hingegen „natürlich“. Seine Philosophie: „Man muss die Leute davon überzeugen, dass etwas so unglaublich ist, dass sie es tragen wollen.“

Cook nutzt selbst ein Nike Fuel Band – ein Armband, das sportliche Aktivitäten seines Nutzers erfasst und die Daten an iOS-Geräte übermittelt. Schon der iPod Nano wurde vielfach wie eine Armbanduhr getragen. Die im September 2012 vorgestellte siebte Generation mit ihrem 2,5-Zoll-Display eignet sich dafür aber nicht mehr und hinterlässt also eine Nische in Apples Angebot.

Außer in Russland und Japan sind in den letzten Tagen auch Anträge auf Markenschutz für iWatch in Mexiko, Taiwan und der Türkei aufgetaucht. Damit verdichten sich die Hinweise, dass Apples Uhr tatsächlich diesen zunächst scherzhaft verwendeten Namen tragen wird.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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Themenseiten: Apple, iWatch

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