Huawei will in Asien und Europa wachsen

Nach Rückschlägen in den USA und Australien versucht Huawei, auf dem eurasischen Kontinent in neue Märkte vorzustoßen. Einem kürzlich geschlossenen Vertrag in Portugal folgt jetzt einer mit NTT DoCoMo in Japan.

Firmenzentrale in Shenzen (Bild: Huawei)
Firmenzentrale in Shenzen (Bild: Huawei)

Die Japaner planen, das Dual-Core-Smartphone Ascend D1 ins Programm zu nehmen. Mit 1,5 GHz Takt ist es angeblich eines der schnellsten Smartphones seiner Klasse. Es verfügt über ein 4,5-Zoll-Display mit 720 Zeilen Auflösung in IPS-Technik. Einer japanischen Zeitung zufolge soll es nur etwa 10.000 Yen kosten – knapp über 100 Euro. Es wäre das erste chinesische Smartphone auf dem japanischen Markt.

In Portugal ist Huawei als Netzwerkausrüster aktiv. Es hat dort einen Vertrag mit dem Provider Optimus geschlossen, den es mit Mobilfunk-Equipment der Reihe SingleRAN beliefert. Es unterstützt GSM, UMTS und LTE. José Pinto Correia, CTO von Optimus, sagt, Huawei sei ein wichtiger Partner bei der Einführung von LTE in Portugal.

Im März war Huawei in Australien abgeblitzt: Die Regierung verbat ihm dort, auf TK-Ausrüstungsverträge zu bieten. Sie fürchtet offenbar Huaweis lang vermutete Nähe zur chinesischen Regierung. Auch das US-amerikanische House Intelligence Committee verdächtigt Huawei, mit seinen Routern, Basisstationen und Handys ein Spionagenetzwerk zu errichten. Im Oktober 2011 hatte das US-Handelsministerium beispielsweise verhindert, dass Huawei sich an Ausschreibungen für ein drahtloses Notfall-Meldesystem beteiligte.

Auch jetzt noch ist der Sprecher des House Intelligence Committee, Mike Rogers, vorsichtig. ZDNet.com sagte er: “Die nationale Sicherheitsbedrohung durch eine mögliche Expansion von Huawei und ZTE in unserer Telekommunikationsinfrastruktur macht mir weiter Sorge. Ich weiß die bisherige Kooperation der beiden Firmen zu schätzen und bin gerspannt auf weitere Informationen zu ihren Aktivitäten und dem Einfluss der chinesischen Regierung auf ihren Betrieb. Wir müssen diese Fragen klären, bevor solche Firmen Zugang zu unseren Märkten bekommen.”

[mit Material von Liu Jiayi, ZDNet.com]

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