EU genehmigt Sonys Komplettübernahme von Sony Ericsson

Damit steht dem Kauf nichts mehr im Weg. Die Japaner zahlen 1,05 Milliarden Euro für den Anteil der Schweden am gemeinsamen Handy-Joint-Venture. Voraussichtlich legt Sony künftig seine Tablet- und Handyproduktion zusammen.

Die EU-Kommission hat Sonys Übernahme von Ericssons Anteil am gemeinsamen Handy-Joint-Venture zugestimmt. Die Japaner hatten Ende Oktober ihre Pläne kundgetan. Sie zahlen 1,05 Milliarden Euro in bar und erhalten dafür auch eine Reihe von Patenten, die sie für ihre eigenen Produkte nutzen können. Bisher hatte Sony seine Tablets und Konsolen streng getrennt von den Sony-Ericsson-Geräten produziert.

Sony Ericsson Logo

Das japanisch-schwedische Joint Venture war im dritten Quartal 2011 aus den roten Zahlen gekommen. Nachdem der Handyhersteller infolge der Erdbebenkatastrophe in Japan zuvor ein Minus von 50 Millionen Euro hinnehmen musste, stand zwischenzeitlich eine schwarze Null zu Buche. Im vierten Quartal rutschte Sony Ericsson, das demnächst Sony Mobile Communications heißen wird, wieder zurück in die Verlustzone. Das schlechte Ergebnis führte es auf den harten Wettbewerb, gesunkene Preise und interne Umstrukturierungen zurück.

Ebenfalls mit einem Verlust schloss Sony Ericsson das Geschäftsjahr 2011 ab: Es steht mit 247 Millionen Euro in den roten Zahlen. 2010 waren unterm Strich 90 Millionen Euro übrig geblieben. Der Umsatz belief sich 2011 auf 5,21 Millionen Euro (2010: 6,29 Millionen Euro) bei einer Bruttomarge von 28 Prozent (2010: 29 Prozent). Der Verlust vor Steuern lag bei 243 Millionen Euro.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hatte Sony sein erstes Smartphone ohne die Beteiligung von Ericsson vorgestellt: das Xperia S. Es gehört zur neuen Serie Xperia NXT – Sonys nächster Smartphone-Generation.

Das Xperia S – nicht zu verwechseln mit dem Xperia Arc S – kommt mit einem 4,3 Zoll großen „Reality“-Touchscreen, der 1280 mal 720 Bildpunkte auflöst. Als Betriebssystem dient Android 2.3 Gingerbread; Sony verspricht jedoch ein Update auf Version 4.0 Ice Cream Sandwich im zweiten Quartal.

Angetrieben wird das Xperia S von einem 1,5 GHz schnellen Zweikernprozessor des Typs MSM8260 von Qualcomm. Angaben zum Arbeitsspeicher machte der Hersteller nicht. Der interne Flash-Speicher des Geräts ist 32 GByte groß; eine Möglichkeit, ihn per Micro-SD-Karte zu erweitern, besteht nicht.

Themenseiten: Business, Ericsson, European Union, Mobile, Patente, Smartphone, Sony, Sony Ericsson, Übernahmen

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