Google legt Buzz-Rechtsstreit gegen Zahlung von 8,5 Millionen Dollar bei

Die Summe geht, abzüglich der Anwaltskosten, an Datenschutzverbände. Sie hatten gegen die Privatsphäreeinstellungen des Social-Networking-Diensts geklagt. Google muss seine Nutzer künftig besser über den Datenschutz aufklären.

Google Buzz

Google hat Ende vergangener Woche einen Rechtsstreit um angebliche Datenschutzverstöße im Zusammenhang mit seinem Kommunikationsdienst Buzz mit einem Vergleich beigelegt. Dieser sieht vor, dass der Suchanbieter insgesamt 8,5 Millionen Dollar an die Kläger zahlt.

Nach dem Start des Diensts im Februar hatten Anwender und Datenschützer kritisiert, dass Google-Mail-Kontakte von Nutzern automatisch in ihren öffentlichen Buzz-Profilen angezeigt wurden. Google änderte kurz darauf die Privatsphäreoptionen. Trotzdem reichten einige Tage später Kanzleien aus San Francisco und Washington im Namen von Eva Hiblick eine Sammelklage gegen Google ein.

Das Geld, abzüglich der Anwaltshonorare, soll an noch nicht benannte Datenschutzverbände gespendet werden. Zudem muss Google seine Nutzer besser über die Auswirkungen, die Buzz auf die Privatsphäre haben kann, aufklären. Das Unternehmen hat sich auch dazu verpflichtet, alle Nutzer von Google Mail über den Vergleich zu informieren.

Die Zahlung von 8,5 Millionen Dollar dürfte Googles geringstes Problem mit Buzz sein. Der Dienst kann sich anscheinend nicht gegen andere etablierte Social Networks behaupten. Beispielsweise fiel kürzlich der Buzz-Feed des populären Technik-Bloggers Leo Laporte aus, was einige Zeit lang weder er noch viele seine Nutzer bemerkten. Nutzerzahlen von Buzz hat Google bisher nicht offengelegt.

Themenseiten: Big Data, Business, Datenschutz, Gerichtsurteil, Google, Networking, Privacy, Soziale Netze

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