Microsoft übertrifft mit 16 Milliarden Dollar Einnahmen alle Erwartungen

Das Quartalsergebnis ist das beste der Firmengeschichte. Der Softwareanbieter schlägt auch den Konkurrenten Apple. Die Wall Street hatte Einnahmen bis 15,74 Milliarden Dollar erwartet.

Microsoft hat das jüngste Fiskaljahr mit einem starken Auftritt beendet. Das Unternehmen meldete einen Gewinn von 4,52 Milliarden Dollar (3,49 Milliarden Euro) oder 51 US-Cent pro Anteil (0,39 Euro). Der Software-Hersteller erzielte mit 16,04 Milliarden Dollar (12,40 Milliarden Euro) die höchsten Einnahmen in einem Quartal der Firmengeschichte und übertraf damit gleichzeitig die Wall-Street-Erwartungen.

Diese Einnahmen stellen ein Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal dar. Die Wall Street hatte zwischen 14,85 und 15,74 Milliarden Dollar (11,48 und 12,16 Milliarden Euro) erwartet. Mit 16,04 Milliarden Dollar hat Microsoft auch Apples Einnahmen von 15,7 Milliarden Dollar (12,1 Milliarden Euro) geschlagen. Analysten hatten vorhergesagt, dass Microsoft zum ersten Mal in der Firmengeschichte hinter Apple zurückbleiben werde, nachdem der Konkurrent im Mai schon beim Börsenwert vorbeigezogen war.

„Wir haben in allen Geschäftsbereichen gut verkauft, besonders im Unternehmenssektor mit Windows 7 und Office 2010„, erklärte Chief Operating Officer Kevin Turner. „Unser Übergang zu Cloud-Diensten macht mit Angeboten wie Windows Azure und unseren Business Productivity Online Services gute Fortschritte. Mit den kommenden Markteinführungen im Herbst von Windows Phone 7 und Xbox Kinect hoffen wir, diese Erfolgsgeschichte fortsetzen zu können.“

Die Windows-Einnahmen stiegen um eine Milliarde Dollar (773 Millionen Euro), die Zahl der Lizenzen für Endanwender und Unternehmen stieg um 26 Prozent. „Der Windows-Franchise gedeiht offensichtlich prächtig“, sagte Bill Koefoed, General Manager for Investor Relations.

Die Einnahmen auf dem Spielemarkt stiegen um 30 Prozent. Wie erwartet musste Microsoft in diesem Quartal Kosten für die Einstellung des Smartphones Kin verdauen. Die operativen Kosten der Entertainment-and-Devices-Sparte stiegen im Juni-Quartal um 251 Millionen Dollar (194 Millionen Euro) oder 38 Prozent. Das lag an der Einstellung des Kin und an höheren Kosten beim Handel mit Inhalten auf Xbox Live.

Für das gesamte Jahr hatte Microsoft ebenfalls Rekordnachrichten: Die Einnahmen für das Fiskaljahr 2010 sollen mit 62,48 Milliarden Dollar (48,28 Milliarden Euro) so hoch wie nie sein. Das bedeutet einen Anstieg von sieben Prozent gegenüber 2009. Die Gewinne sollen um 29 Prozent steigen und 18,76 Milliarden Dollar (14,5 Milliarden Euro) betragen.

Chief Financial Officer (CFO) Peter Klein gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Das Unternehmen erwarte, dass die Modernisierungswelle in den Unternehmen auf dem jetzigen Level auch 2011 anhalten werde. Windows-7-Einnahmen würden mit den PC-Verkäufen wachsen. Die Einnahmen der Entertainment-Sparte würden in der Mitte zwischen 10 und 20 Prozent steigen.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, Krise, Marktforschung, Microsoft, Quartalszahlen, Software, Windows 7

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