Microsoft in China wegen Urheberrechtsverletzungen verurteilt

Die Verwendung von chinesischen Schriftzeichen in Windows verletzt die Eigentumsrechte von Zhongyi Electronic. Eine Vereinbarung gilt angeblich nur für Windows 95. Das Gericht hat ein Verkaufsverbot für neuere Windows-Betriebssysteme erlassen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat ein chinesisches Gericht Microsoft wegen Urheberrechtsverletzungen verurteilt. Der Softwareanbieter verletzt demnach eine Vereinbarung mit dem chinesischen Unternehmen Zhongyi Electronic über die Verwendung von chinesischen Schriften.

Nach Ansicht des Gerichts hat Microsoft die Schriften in acht seiner Betriebssysteme installiert und damit über das vereinbarte Maß hinaus verwendet. Laut dem Urteil müssen Microsoft und die chinesische Niederlassung unverzüglich die Fertigung und den Vertrieb der Betriebssysteme einstellen. Den Vorwurf, Microsoft verletze auch mit der Nutzung der Zhengma-Software die Eigentumsrechte von Zhongyi Electronic, hat das Gericht dagegen zurückgewiesen. Die Software ermöglicht die Eingabe von chinesischen Schriftzeichen auf westlichen Tastaturen.

Lan Dekang, General Manager von Zhongyi, erklärte gegenüber dem WSJ, sein Unternehmen prüfe das Urteil und werde anschließend über eine Berufung entscheiden. Zhongyi hatte die Klage im April 2007 eingereicht und Microsoft vorgeworfen, seine Schriften und die Zhengma-Software unerlaubt in Windows 98 und allen danach erschienenen Windows-Betriebssystemen zu verwenden. Ein Abkommen mit dem Softwareunternehmen habe nur für Windows 95 bestanden. Microsoft hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Themenseiten: Betriebssystem, Gerichtsurteil, Microsoft, Software, Urheberrecht, Windows

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