HP heuert Sun-Manager für seine Serversparte an

Randy Seidl war Suns erfolgreichster Verkaufsleiter. Bei HP steigt er zum Vice President für Enterprise Storage, Server und Netzwerke auf. Sein neuer Chef weist in einem Kommentar auf Suns schwierige Situation hin.

Randy Seidl (Bild: Sun Microsystems)
Randy Seidl (Bild: Sun Microsystems)

HP hat Randy Seidl zum Senior Vice President seiner Abteilung für Enterprise Storage, Server und Netzwerke ernannt. Seidl wurde von Konkurrent Sun abgeworben, wo er als Senior Vice President für Sales and Services zuständig war.

Bei HP berichtet Seidl an Dave Donatelli, den Executive Vice President für Enterprise-Server und Netzwerke. Donatelli ist selbst noch nicht lange bei HP: Er war im April 2009 von EMCs Storage-Abteilung gekommen. Dort waren sich Seidl und Donatelli schon einmal begegnet.

In einer Pressemitteilung zu der Neueinstellung weist HP deutlich auf Suns schwierige Lage hin: „Kunden wie auch Partner, zumal wenn sie von Suns unsicherer Zukunft betroffen sind, benötigen einen Technologiepartner, der schnell alle Hindernisse für das Wachstum ihres Geschäfts beseitigen kann“, wird Donatelli darin zitiert. „Wir sind uns sicher, dass Randys Kenntnisse der heutigen Probleme von CEOs zusammen mit seiner großen Energie, seiner Leidenschaft für Technik und seinen hervorragenden Beziehungen HPs Erfolg noch steigern werden.“

Seidls Lebenslauf ist auf Suns Website noch einsehbar. Demzufolge war er als Vice President für Financial Services zuständig für Wachstum und Profitabilität aller Geschäftsbereiche von Sun (Systeme, Storage, Software, Dienstleistungen). Sein Salesteam sei 2008 die weltweit erfolgreichste Verkaufsabteilung gewesen, heißt es.

Sun, das auf Server und Software spezialisiert ist und dem die Open-Source-Datenbank MySQL gehört, steht seit einer Ankündigung im April vor einer Übernahme durch Oracle. Suns Aktionäre und die US-Kartellbehörden haben der 4,7-Milliarden-Dollar-Akquisition zugestimmt, nicht aber die Europäische Kommission. Sie hat aufgrund der Überschneidungen im Datenbankbereich eine ausführliche Untersuchung begonnen. Als Termin für ihre Entscheidung steht der 19. Januar 2010 im Raum. Die unklare Situation hat dazu geführt, dass HP und IBM verunsicherte Sun-Kunden für sich gewinnen konnten.

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