Kaspersky: Zahl der Ransomware-Opfer steigt um 11,4 Prozent

Zwischen April 2016 und März 2017 zählt Kaspersky weltweit fast 2,6 Millionen Betroffene. Mobile Ransomware spielt mit rund 130.000 Opfern nur eine untergeordnete Rolle. Die Täter nehmen immer häufiger Unternehmen ins Visier.

Kaspersky hat das Ransomware-Aufkommen zwischen April 2016 und März 2017 analysiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Zahl der betroffenen Nutzer um 11,4 Prozent. Weltweit sollen in den zwölf Monaten 2,581 Millionen Nutzer Opfer von Erpressersoftware geworden sein.

Ransomware (Bild: Kaspersky)Der Anteil von Ransomware an allen Malware-Infektionen war jedoch rückläufig. Von allen Nutzern, die mit Malware in Berührung kamen, trafen nur 3,88 Prozent auf Ransomware. Zwischen April 2015 und März 2016 lag ihr Anteil bei 4,34 Prozent.

Die Statistik zeigt auch, dass die Autoren von Erpressersoftware immer häufiger auf die Verschlüsselung von Dateien setzen, statt nur den Zugang zum Rechner zu sperren oder einfache Drohungen auszusprechen. Der Anteil der verschlüsselnden Ransomware erhöhte sich von 31 auf 44,6 Prozent. Davon waren zuletzt rund 1,152 Millionen Nutzer betroffen.

Mobile Ransomware spielt laut Kaspersky weiterhin eine untergeordnete Rolle. Zwischen 2015 und 2016 wurden 136.532 Nutzer mit einer mobilen Ransomware angegriffen. In den zwölf Monaten bis März 2017 waren es nur noch 130.232, was einem Rückgang um 4,62 Prozent entspricht.

Zielgerichtete Ransomware-Angriffe auf Unternehmen

Als besorgniserregend stuft das Unternehmen den Trend hin zu zielgerichteten Ransomware-Attacken gegen Unternehmen und Behörden ein. Davon seien vor allem Finanzdienstleister betroffen. In Einzelfällen forderten die Erpresser mehr als eine halbe Million Dollar Lösegeld. Kaspersky geht davon aus, dass sich die Cyberkriminellen künftig weiteren profitablen Opfergruppen zuwenden werden, „mit noch katastrophaleren Folgen“.

Darüber hinaus erwartet Kaspersky, dass die Konkurrenz zwischen den Erpressern weiter zunimmt. Geografische Statistiken zeigten, dass sich die Täter vermehrt um Länder kümmerten, in denen sie zuvor nicht aktiv waren. Dort seien die Nutzer zudem vielfach nicht auf die Bedrohung durch Ransomware vorbereitet.

„Das Geschäftsmodell Erpressung bleibt uns erhalten“, unterstellt Kaspersky. Die Zahl der Angriffe mit Ransomware soll sich stetig erhöhen. Zudem soll es mehr unterschiedliche Ransomware-Varianten. Ransomware-as-a-Service sei zudem ein zusätzliches Geschäftsmodell, das neue Akteure anlocke.

Das Unternehmen betonte auch die wichtige Rolle von Initiativen wie No More Ransom im Kampf gegen Erpressersoftware. Mit Unterstützung von Europol, Intel Security und der niederländischen Polizei biete das Portal inzwischen 50 Entschlüsselungs-Tools für Ransomware an. Alleine die von Kaspersky entwickelten sieben Werkzeuge hätten mehr als 29.000 Opfern geholfen, ihre Dateien zu entschlüsseln.

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Themenseiten: Cybercrime, Kaspersky, Malware, Ransomware, Security, Sicherheit

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