Erste Testversion von Mozillas Browser-Engine Servo kommt im Juni

Sie bringt mit browser.html eine in HTML, CSS und JavaScript geschriebene Oberfläche mit. Außerdem soll Servo bis dahin GitHub, die Suchmaschine Duckduckgo, Hackernews und Reddit einwandfrei rendern. Die Einführung könnte schrittweise durch Übernahme von Servo-Elementen in Gecko erfolgen.

Mozillas neue Browser-Engine Servo wird im Juni voraussichtlich erstmals in einer Testversion vorliegen. Das steht in einem Usenet-Beitrag zur Gruppe mozilla.dev.servo, den Venturebeat aufgespürt und bestätigt bekommen hat. Es zitiert Projektleiter Jack Moffitt: „Mozilla Research plant, diesen Juni die erste Tech-Demo von Servo freizugeben, einer Browser-Engine der nächsten Generation, die Leistung und Robustheit in den Mittelpunkt rückt.“

Servo im Einsatz (Screenshot: Servo.org)Für diese erste Demo hat Mozilla noch keine komplexen Ziele. Sie müsse eine parallel entwickelte Browser-Oberfläche namens browser.html perfekt rendern, heißt es, und nach Möglichkeit auch GitHub, die Suchmaschine Duckduckgo, Hackernews und Reddit. „Wir sind nahe dran, aber es gibt bei jeder dieser Websites noch mehrere Rendering- und Funktionsprobleme.“

Dies kontrastiert mit den insgesamt hohen Ansprüchen, die Mozilla an seine Neuentwicklung hat, die es 2013 begann. Die Ankündigung erfolgte damals zusammen mit Samsung, und Servo sollte in Mozillas Programmiersprache Rust geschrieben werden. Die Entwicklung erfolgt parallel für Firefox OS, Linux, OS X und Windows. Für eine ebenfalls angedachte Android-Version gibt es noch keinen Zeitplan.

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Logo der Programmiersprache RustMoffitt zufolge ist Servo eine „Neukonzeption der Browser-Architektur in der modernen Landschaft mit Multi-Core-Computern, GPUs und sichereren Programmiersprachen.“ Die neue Engine werde bei Veröffentlichung auch einen neuen Maßstab für Web-Engine-Performance setzen. Laut zwei im Dezember veröffentlichten Testergebnissen ist Servo im Einzelthread-Modus mehr als doppelt so schnell wie Gecko, mit vier Threads sogar vier- bis fünfmal schneller.

Langfristig soll Servo sowohl Firefox als auch nicht spezifizierte „künftige Mozilla-Produkte“ antreiben. Die Einführung könnte aber häppchenweise erfolgen, sagt Moffitt, indem man Elemente von Servo in Gecko übernimmt, die aktuelle Web-Engine im Browser Firefox.

Besonderen Wert legt Mozilla demnach auch auf browser.html, die als Proof-of-Concept zu verstehende Browser-Oberfläche, die vollständig in HTML, CSS und JavaScript geschrieben ist. „Diese neue UI enthält viele komplexe Animationen und Interaktionen, die man in nativen Anwendungen findet, aber die in heutigen Browsern noch nicht so flüssig laufen.“

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