Andy Rubins Start-up-Inkubator Playground verspricht KI für alle

Der von Android-Erfinder Andy Rubin mitgegründete Dienstleister Playground will Bausteine für Künstliche Intelligenz (KI) schaffen und zunächst Start-ups zur Verfügung stellen, in die er selbst investiert hat. Daraus soll eine Plattform von Hardware- und Softwarekomponenten entstehen, die später auch andere nutzen können, um intelligente Geräte zu schaffen. Dieses System des im letzten Jahr gegründeten Start-up-Inkubators soll letztlich nicht nur Unternehmen offenstehen, sondern etwa auch einem Jugendlichen für ein Kickstarter-Projekt.

Andy Rubin (Bild: James Martin / CNET)Andy Rubin (Bild: James Martin / CNET)

Rubin erwartet eine immer leistungsfähigere KI innerhalb der nächsten zehn Jahre, die heute noch unvorstellbare Aufgaben bewältigen kann. Künstliche Intelligenz werde schon bald als Cloud-Service verfügbar sein, glaubt er, und in einer Vielzahl von Gadgets und Maschinen wirken. Wie heute praktisch kaum mehr ein Gerät ohne Software auskommt, werde in absehbarer Zeit fast kein Gerät mehr zu kaufen sein, das nicht irgendeine Form von KI nutzt. Die Sensoren dieser Maschinen wiederum sollen Neuronalen Netzen Daten aus der realen Welt liefern.

Diese Vision enthüllte Googles früherer Android-Chef gegenüber Wired, das eine ausführliche Schilderung von Rubins Persönlichkeit und seines ungebremsten Ehrgeizes veröffentlichte. In gewisser Weise will er damit wiederholen, was ihm mit Android gelang, das den schnellen Siegeszug von Smartphones begünstigte und inzwischen als Basis von fast 25.000 verschiedenen Produkten fungiert – etwa Tablets, Uhren, Fernseher und Fitnesstracker. Diesmal aber sind eher smarte Drohnen, intelligente Haushaltsgeräte, Produkte für das Internet der Dinge und Roboter zu erwarten, die mit einer vernetzten Intelligenz verbunden sind.

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Gefahren durch den Einsatz von KI, wie sie über 1000 Experten aus den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) in einem offenen Brief thematisierten, befürchtet Rubin eher nicht. „Ich glaube nicht an Skynet und solche Sachen“, sagte er. „Ich glaube, dass Technologie allgemein für gute Zwecke eingesetzt wird.“

Rubin sieht in seinem Vorhaben einen „Ideenverstärker“ und damit ein System, das Konzepte schnell in Produkte mit nachhaltiger Wirkung umsetzt. Er stellt sich Playground als gemeinsame Infrastruktur für Tausende von Geräten vor, wie es Windows für PCs und Android für Smartphones vormachten: „Alle getätigten Investitionen, alle Module, all die Technik – das sät die Samen für das nächste Ökosystem.“

Zurückhaltend ist der Android-Erfinder derzeit noch hinsichtlich seiner konkreten Projekte. So wollte er zunächst nicht zu einem kürzlichen Bericht Stellung nehmen, dass er vor dem Start einer neuen Smartphone-Firma stehe. Er stellte schließlich klar, dass er tatsächlich an Dashcams für die Armaturenbretter von Autos arbeite. Diese will er kostenlos abgeben im Tausch gegen damit erfasste Daten – was Playground potentiell eine visuelle Echtzeit-Kartierung der Welt ermögliche.

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