Satelliten-Internet für Afrika: Eutelsat kooperiert mit Facebook

Sie wollen ab der zweiten Jahreshälfte 2016 sechzehn Länder südlich der Sahara abdecken. Auf Seite der Endanwender soll Standard-Hardware genügen. Die benötigten Kapazitäten des Satelliten AMOS-6 beziehen sie vom israelischen Unternehmen Spacecom.

Eutelsat informiert, dass es zusammen mit Facebook eine Initiative gestartet hat, um afrikanische Länder mit Satelliten-Internet zu versorgen. Dazu haben sie beim israelischen Unternehmen Spacecom für mehrere Jahre Kapazitäten des Satelliten AMOS-6 gebucht, der dieses Jahr in eine Umlaufbahn befördert werden soll.

Satelliten-Internetverbindung (Bild: Eutelsat)Als Starttermin des Programms nennt die Pressemitteilung die „zweite Jahreshälfte 2016“. Die beiden Firmen wollen „große Teile des westlichen, östlichen und südlichen Afrika“ abdecken, also Länder südlich des Saharagürtels. Laut dem britischen Telegraph wird es sich um insgesamt 14 Nationen handeln.

Neben der gebuchten Bandbreite benötigen das französische Unternehmen Eutelsat und sein Partner Facebook Gateways und Terminals, um die Versorgung sicherzustellen. Auf Anwenderseite wird Standard-Hardware genügen. Satellitentechnik sei hervorragend geeignet, um Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte mit Breitband zu versorgen, heißt es.

Eutelsat hat bereits ein Programm, das Satelliten-Internet für Geschäftskunden in afrikanischen Ländern bereitstellt. Dafür nutzt es das Ku-Band, während bei AMOS-6 Ka-Band-Kapazitäten gebucht wurden. Für den Ausbau seiner afrikanischen Aktivitäten will es nun auch eine neue Tochtergesellschaft in London gründen, die sich allein mit Breitband in Afrika beschäftigt. Als ihr Chef ist Laurent Grimaldi vorgesehen, der Gründer und frühere CEO von Tiscali International Network (Tinet).

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Für Facebook bedeutet die Partnerschaft eine Fortsetzung der vor zwei Jahren gestarteten Initiative Internet.org, die sich zum Ziel gesetzt hat, die verbleibenden zwei Drittel der Menschheit, die keinen Internetzugang haben, mit erschwinglichen Zugangsdiensten zu versorgen. Die größten Fortschritte machte Facebook hier mit seiner – allerdings umstrittenen – App, die inzwischen Free Basics by Facebook heißt und die eine kostenlose Grundversorgung über gewöhnliche Handynetze liefert.

Zudem hatte Internet.org mit Plänen rund um Drohnen und Satelliten kokettiert. Der Traum vom eigenen Satelliten erwies sich einem Bericht zufolge als nicht realisierbar. Ende Juli konnte Facebooks britisches Connectivity Lab aber die Drohne Aquila vorstellen, die im Rahmen von Internet.org entlegene Regionen mit mindestens 10 GBit/s versorgen soll. Mark Zuckerberg bloggte über „Aquila“: „Sie hat die Flügelspannweite einer Boeing 737, wiegt aber weniger als ein Auto und bleibt monatelang in der Luft.“

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