Nintendo beruft Personalchef Tatsumi Kimishima zum neuen Präsidenten

Er folgt auf den im Juli an einer Krebserkrankung verstorbenen Satoru Iwata. Generell plant das Unternehmen "eine groß angelegte Überprüfung der organisatorischen Struktur". Die Nintendo-Veteranen Shigeru Myamoto und Genyo Takeda agieren künftig als Berater.

Nintendo hat einen Nachfolger für den im Juli an einer Krebserkrankung verstorbenen Präsidenten Satoru Iwata bestimmt. Die Geschicke des japanischen Konzerns wird in Zukunft Tatsumi Kimishima lenken, der dort zuletzt Personalchef war.

(Bild: Nintendo)Der 65-Jährige ist seit dem Jahr 2000 im Unternehmen. Nachdem er zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn zunächst für die japanische Sanwa Bank gearbeitet hatte, übernahm er im Dezember 2000 die Leitung der The Pokémon Company. Die Nintendo-Tochter kümmert sich um die Vermarktung und Lizenzierung der lukrativen Marke. Im Anschluss führte Kimishima Nintendos Geschäft in den USA. Seit Mitte 2014 leitete er zusätzlich die Personalabteilung.

In einer Mitteilung (PDF) zur Ernennung Kimishimas zum Präsidenten von Nintendo heißt es: „Wir zielen darauf ab, die Managementstruktur des Unternehmens nach President Satoru Iwatas Tod am 11. Juli 2015 zu stärken und zu verbessern. Wir planen eine groß angelegte Überprüfung der organisatorischen Struktur.“

Im Rahmen dieser Umorganisation erhalten auch Shigeru Miyamoto und Genyo Takeda neue Rollen zugewiesen. Sie hatten nach Iwatas Tod übergangsweise die Führung des Konzerns übernommen. Miyamoto, der als Schöpfer von Spieleklassikern wie „Super Mario“, „Zelda“ oder „Donkey Kong“ Legendenstatus genießt, trägt künftig den Titel Creative Fellow (kreativer Berater). Takeda, der großen Anteil an der Entwicklung der Wii-Konsole hatte, wurde zum Technology Fellow (technischen Berater) ernannt.

Kimishimas Vorgänger Satoru Iwata war der erste Nintendo-Chef, der nicht zur Gründerfamilie Yamauchi gehörte, und prägte die Branche unter anderem mit der Wii. Deren jüngste Auflage Wii U konnte sich jedoch nicht gegen die starke Konkurrenz von Microsofts Xbox One und Sonys PlayStation 4 durchsetzen. Wenige Monate vor seinem überraschenden Tod im Alter von 55 Jahren bestätigte Iwata noch, dass Nintendo an einer neuen Spieleplattform mit dem Codenamen „NX“ arbeite und mit Mobile Games experimentiere.

Im Fiskaljahr 2014 (bis 31. März 2014) verkaufte das Unternehmen nur 2,72 Millionen Wii-U-Konsolen. In den ersten 18 Monaten nach dem Start der Wii U waren es 6,1 Millionen Einheiten. Sony und Microsoft setzten indes bereits in den ersten sechs Monaten nach der Einführung der PlayStation 4 beziehungsweise der Xbox One 7 respektive 5 Millionen Einheiten ab.

[mit Material von Luke Westaway, CNET.com]

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