Yahoo gliedert auch Geschäftseinheit Small Business aus

Sie wird zusammen mit der Alibaba Holding die neue Tochter SpinCo bilden. Ihr Geschäft sind Webpräsenzen für kleine und mittlere Unternehmen. Der Jahresumsatz beträgt 50 Millionen Dollar. Die Transaktion will Yahoo bis Jahresende abschließen.

Yahoos Geschäftseinheit Small Business wird zusammen mit den Alibaba-Anteilen in eine unabhängige Tochter ausgelagert werden. Das meldet ihr Chef Amer Akhtar in einem Tumblr-Blog, auf den das Wall Street Journal hinweist. Die Transaktion soll bis zum vierten Quartal 2015 abgeschlossen werden. Die Mitarbeiter sind Akhtar zufolge „eingeladen“, sich dem neuen Unternehmen anzuschließen.

Yahoo Small Business (Bild: Yahoo)

Yahoo hatte Ende Januar informiert, dass es seine 384 Millionen Anteile am chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba in eine Holdinggesellschaft namens SpinCo auslagert. Damit sollen Steuern in Milliardenhöhe vermieden werden. Yahoo hält damit rund 15 Prozent an Alibaba. Die Anteile sind aktuell fast 40 Milliarden Dollar wert.

Ein direkter Zusammenhang ist nicht bekannt: Small Business hilft kleinen und mittleren Unternehmen beim Aufbau von Online-Präsenzen. Zu seinen Diensten zählen Domain-Registrierung, Webhosting, E-Commerce-E-Mail und flankierende Beratungsdienste. Der Jahresumsatz der Geschäftseinheit beträgt rund 50 Millionen Dollar

Akhtar schreibt: „Yahoo Small Business wird in die neu gegründete börsennotierte Firma überwechseln, was unser anhaltendes Engagement für Ihren Erfolg widerspiegelt. Durch diese Gelegenheit können wir noch mehr in unsere Plattform investieren und unseren eigenen Kurs planen.“ Das Unternehmen sehe Investitionen in Infrastruktur und Betrieb vor.

Mit dem auf Mobilgeräte ausgerichteten, durch Werbung finanzierten Unterhaltungskonzern Yahoo, den Marissa Mayer zu prägen versucht, hat Small Business tatsächlich wenig gemein. Der Hauptgrund für seine Auslagerung dürfte daher eine Fokussierung des Restunternehmens sein.

Mayer gewinnt auf diese Weise Zeit: Sie war in den letzten Monaten von Yahoo-Investoren wie Starboard kritisiert worden, die keinen Fortschritt durch ihre Restrukturierungspläne erkennen können. Sie ist fast drei Jahre im Amt. Beim Umsatz lag Yahoo zuletzt leicht unter den Erwartungen. Vor allem sind es aber fehlende Produktinnovationen und ein nachlassendes Anzeigengeschäft, die Anleger irritieren. Bei Displaywerbung ging Yahoos Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent zurück. Im letzten Jahr war es ohnehin auf Position 4 im weltweiten Anzeigenmarkt zurückgefallen – mit 2,3 Prozent Anteil erstmals hinter Microsoft. Laut eMarketer führen Google und Facebook deutlich.

Als Lichtblick konnte Mayer Ende Januar das Mobilwerbegeschäft mit 254 Millionen Dollar Umsatz vorweisen – 23 Prozent mehr als im vorangegangenen Quartal, in dem Yahoo diesen Bereich erstmals gesondert auswies. Mayer betonte noch einmal, vor ihrer Übernahme der Geschäftsführung habe es nur eine „konfuse“ Strategie gegeben.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

Themenseiten: Börse, Strategien, Yahoo

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