Intel verstärkt sich mit PasswordBox im Security-Bereich

Es generiert und synchronisiert Passwörter über Browser und Mobilgeräte hinweg. Zur Absicherung beim Cloud-Transfer dient AES-256 auf dem Client. Es ist kompatibel zu Windows und Mac OS, Android und iOS.

Intel hat eine Übernahme angekündigt: Zu einem nicht genannten Preis kauft es den Cloud-basierten Passwort-Manager PasswordBox und stärkt damit erneut seine Sicherheitsabteilung. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal soll in die „Safe Identity“-Abteilung der Intel Security Group integriert werden.

Logo Intel Security (Bild: Intel)

PasswordBox integriert sich unter Windows und Mac OS in den Browser. Zudem wird es als kostenlose Mobil-App für iPhone, iPad und Android angeboten. Zwischen diesen Endgeräten werden alle Passwörter des Nutzers synchron gehalten. Damit die Passwörter beim Versand über Internet nicht ausgelesen werden, verspricht PasswordBox eine Verschlüsselung und Entschlüsselung lokal auf dem Endgerät mit AES-256.

Passwortmanager gelten als Antwort auf das Problem, dass viele Anwender schwache Passwörter verwenden, weil sie sich starke Passwörter nicht merken können – oder zumindest nicht in ausreichender Zahl für alle Websites, bei denen sie registriert sind. Allerdings stellt eine zentrale Passwortsammlung mit einem einzelnen Masterpasswort ein umso lohnenderes Ziel für Kriminelle dar, und eine Synchronisierung über öffentliche Netze scheint nicht ohne Risiko. Sie ist aber eine Vorbedingung, will man auf seine Dienste nicht nur vorn einem Gerät aus zugreifen.

„Jeder hatte schon mal Ermüdungserscheinungen, was Passwörter betrifft. Der Dienst PasswordBox konnte schon Millionen Anwendern helfen, die sich jetzt über einfache, sofortige Log-ins freuen“ kommentiert Chris Young, General Manager der Intel Security Group. Das gemeinsame Ziel sei es, digitale Identitäten geräteübergreifend zu schützen. Dazu brauche man eine einfache und zugleich sichere Lösung.

PasswordBox im Einsatz (Screenshot: via Google Play)PasswordBox im Einsatz (Screenshot: via Google Play)

Intel Security hatte Intel erst im Januar 2014 eingerichtet – und zugleich den Namen des Zukaufs McAfee Security fallen gelassen. Es verspricht seinen Kunden als Vorteil der Integration von PasswordBox bessere Passwörter ohne höhere Komplexität und sieht die Lösung schon als ersten Schritt hin zu Sicherheitstechniken der nächsten Generation.

Vor zehn Tagen stellte sich heraus, dass Cyberkriminelle den Trend zum Einsatz von Passwortmanagern nicht verschlafen haben: Sicherheitsforscher von IBM entdeckten eine neue Variante der Malware Citadel, die auf bestimmte – überwiegend quelloffene – Passwortmanager spezialisiert scheint. Sie beginnt damit, alle Tastaureingaben aufzuzeichnen, wenn auf dem infizierten System bestimmte Prozesse laufen. Die Absicht dahinter ist, das Master-Passwort zu stehlen.

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