Intel kauft LSIs Netzwerkchipsparte Axxia für 650 Millionen Dollar

Sie entwickelt vor allem ARM- und PowerPC-basierte Prozessoren an, die in Netzwerk-Hardware für Unternehmen zum Einsatz kommen. Intel will mit dem Zukauf für Service Provider attraktiver werden. Das Marktvolumen für Drahtlosnetzwerkchips beziffert es mit 16 Milliarden Dollar.

Intel hat eine Übenahmevereinbarung für LSIs Netzwerkchipgeschäft Axxia unterzeichnet. Mit dem Mutterkonzern Avago Technologies einigte es sich auf einen Kaufpreis von 650 Millionen Dollar in bar, wie es in einer knappen Mitteilung heißt. Die LSI-Sparte entwickelt ARM- und PowerPC-basierte Prozessoren, die in Netzwerk-Hardware für Unternehmen Verwendung finden.

Axxia geht für 650 Millionen Dollar an Intel (Bild: LSI).

Intel ist aktuell noch stark vom unsicheren PC-Markt abhängig und hat bisher nicht richtig im Mobilmarkt Fuß fassen können. Seinen auf Unternehmen ausgerichteten Geschäftseinheiten, etwa der Datecentre und Internet of Things Group, ergeht es im Vergleich deutlich besser.

Laut Rose Schooler, Vice President von Intels Datacenter and Connected Systems Group sowie General Manager der Communications and Storage Infrastructure Group, verspricht sich der Konzern vom Kauf der von Axxia entwickelten System-on-a-Chip-Produkte für Netzwerkinfrastrukturen, für Service Provider attraktiver zu werden. „Diese Akquisition bringt uns in eine bessere Position, um unseren Kunden ein vollständiges Produktportfolio anzubieten und Service Provider in die Lage zu versetzen, Netzwerke aufzubauen, die intelligenter, leistungsfähiger und kosteneffizienter sind, und neue Services schneller einzuführen“, sagte Schooler.

Intel glaubt, dass seine „übliche Architektur“ für Netzwerke Netzbetreiber ansprechen wird, die vor der Herausforderung stehen, Infrastrukturen zu skalieren, um Smart Cities, Connected Cars und andere Geräte zu unterstützen, die im Rahmen des Trends zum Internet der Dinge ans Netz angeschlossen werden sollen. Laut Schooler hat der daraus entstehende Markt für Drahtloskomponenten ein Volumen von rund 16 Milliarden Dollar.

Avago, das einst Teil von HPs Sparte Agilent war, hatte LSI vergangenen Dezember für 6,6 Milliarden Dollar übernommen. Im Mai verkaufte es bereits LSIs Accelerated Solutions Devision (ASD) und Flash Components Division (FCD) für 450 Millionen Dollar an Seagate. Wie Reuters anmerkt, veräußert Avago Teile seines Geschäfts, um Schwankungen in seinem hauptsächlichen Drahtlosgeschäft auszugleichen und sich auf den schnell wachsenden Storage-Chipmarkt zu konzentrieren.

Das Axxia-Netzwerksparte hat rund 650 Angestellte und erzielte 2013 einen Umsatz von 113 Millionen Dollar. Intel will die Übernahme bis Ende 2014 abschließen.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: Intel, LSI, Netzwerk, Prozessoren, Übernahmen

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