Start-up lädt Smartphone-Akku in 30 Sekunden

Das hat Store Dot anhand eines Galaxy S4 demonstriert. Sein Ladegerät nutzt Peptide - und somit eine "von der Natur inspirierte Nanotechnologie". Eine Serienproduktion erwartet das Unternehmen frühestens Ende 2016.

Ein Start-up hat eine Technik vorgestellt, um ein Smartphone in einer halben Minute zu laden. Das demonstrierte es mit einem Samsung Galaxy S4 auf Microsofts Veranstaltung Think Next in Tel Aviv, wie das Wall Street Journal berichtet. Vor Beginn des 30 Sekunden dauernden Ladevorgangs war das Testmodell zu mindestens drei Vierteln leer, anschließend aber zu 100 Prozent aufgeladen.

Ladetechnik von Store Dot

Der Prototyp eines Ladegeräts von Store Dot eignet sich derzeit nur für Samsungs Spitzenmodell. Varianten für andere Geräte sind in Vorbereitung, eine käuflich erhältliche Version wird es vermutlich aber noch auf Jahre hinaus nicht geben. Entsprechend liegt auch noch nicht einmal ein Schätzpreis vor.

Ursprünglich hatte Store Dot an einer ganz anderen Technik gearbeitet, nämlich an Halbleitern aus miteinander verbundenen Aminosäuren (Peptiden). Peptide bilden nun auch die Grundlage der Ladetechnik. Die Firmenwebsite trägt das Motto „Von der Natur inspirierte Nanotechnologie“.

Store Dot stellt seine Technik auch in einem Video vor. Darin ist zu sehen, dass das Ladegerät mindestens die Größe eines typischen Notebook-Netzteils hat. Es fällt somit etwa dreimal so groß aus wie das Galaxy S4, das es lädt. Store Dot will das Gerät aber noch verkleinern, bevor Ende 2016 die erste Version in die Produktion gehen könnte.

Peptide gleichen laut Wikipedia Proteinen, enthalten aber weniger Aminosäuren. Die Abgrenzung ist fließend. Sie werden etwa entzündungshemmend in der Medizin, aber auch zum Muskelaufbau beim Bodybuilding eingesetzt.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

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Themenseiten: Samsung, Smartphone, Start-Up, Store Dot

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14 Kommentare zu Start-up lädt Smartphone-Akku in 30 Sekunden

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  • Am 7. April 2014 um 22:42 von Judas Ischias

    Da habe ich doch meine starken Zweifel ob der „Inhalt“ des Akkus so etwas auf Dauer aushält, oder ob dann nicht eine beschleunigte Alterung einsetzt?

  • Am 8. April 2014 um 0:42 von Armin

    Um 1000mAh in einer Minute nachzuladen werden 60A benötigt. Hier sll das sogar in der halben Zeit geschehen was 120A benötigen würde. Einen am Ende der Ladung nachlassenden Strom noch gar nicht mal berücksichtigt…
    Der Artikel wure wohl am ersten April schon veröffentlicht. Wo sollen denn bitteschön in dem Akku die für 120A notwendigen Kontakte und Leitungen untergebracht sein?

  • Am 8. April 2014 um 7:45 von Veit

    Liebe Journalie, Recherchieren!!!!! Store Dot stellt keine Ladegeräte her, sondern Batterien bzw. als Akku verwendbare Kondensatoren mit extrem hoher Kapazität (zumindest im Vergleich zu normalen Kondensatoren). Diese kann man dann auch in 30 sec laden, vorausgesetzt man hat ein Ladegerät, dass den nötigen Strom liefern kann.
    Manchmal hilft es, kurz mal auf der offiziellen Internetseite den Herstellers vorbei zu schauen!

    • Am 8. April 2014 um 8:46 von Florian Kalenda

      „Laden“ steht ja auch im Wall Street Journal. Wenn das stimmen sollte, was Sie schreiben, wäre es allerdings eine Ente. Auf der Internetseite des Herstellers habe ich selbstverständlich nachgesehen, aber die von Ihnen angegebenen Informationen nicht gefunden. Haben Sie vielleicht einen Link?

      • Am 8. April 2014 um 11:23 von Willi

        Genauso wie Veit es um 7:45 Uhr geschrieben hat, findet man es auf der Firmenseite: http://www.store-dot.com („Nanodots are bio-organic peptide molecules that change the rules of mobile device capabilities“ und „Due to the size of StoreDot nanodots, the electrode capacitance is increased, resulting in next-generation batteries and super-capacitors that can be fully charged in minutes rather than hours.“) Von einem Ladegerät ist nirgendwo die Rede, sogar die Überschrift des YouTube-Videos lautet „Flash-Battery Demo“. Wie sollte auch ein herkömmlicher Lithium-Ionen-Akku durch Peptide aufgeladen werden? Bei der Invention handelt es sich ja gerade um eine neue Art des Akkus – basierend auf biochemischen Prozessen. Allerdings in seiner Anfangsphase und daher noch ziemlich klobig, wie man im Film sieht. Aber falls sich die Versprechen wie „capacitance is increased“ bewahrheiten, stellt die Firma vielleicht eine erste Alternative zu herkömmlichen Akkus dar. Man darf nicht vergessen, dass die Technologiebranche hier die größten Probleme hat: Während Speicher größer und billiger wurden, Grafik schärfer und Prozessoren schneller, stagnierte die Entwicklung beim Speicher.

        • Am 8. April 2014 um 11:47 von Florian Kalenda

          Dass Store Dot auch neuartige Akkus entwickelt, bezweifelt ja niemand, die sehen nur etwas anders aus …
          http://www.store-dot.com/#!our-products/c8c8

          Was in Tel Aviv wirklich gezeigt wurde, kann ich nicht nachprüfen, Ihre Aussage widerspricht aber der des Wall Street Journal: „… unveiling Monday a prototype charger that promises to take you battery from a tiny sliver of red to 100%, all in about 30 seconds. … The technology can be used, among other things, to speed charging times, the company says.“

          • Am 8. April 2014 um 13:43 von Willi

            Bitte lesen Sie sich doch auch die Kommentare auf den Bericht des Wall Street Journal durch… „passerby1001 wrote:
            This report misses the key point – the technology (nanadots) actually lies in the battery itself. It’s a whole new breed of battery! StoreDot’s goal is to replace today’s Li-ion battery with theirs (nanadots). Of course, as a result, a totally different battery requires a different charger (different way of charging). This report may mislead the readers into thinking the new charger can be used to charge their existing Li-ion batteries.“ „MM wrote:
            If it is true, it is the battery and not the charger. The shoddy reporting is an embarrassment to the WSJ. If you do not understand technology you should not write about it.“ usw. usw. (http://blogs.wsj.com/digits/2014/04/07/charge-your-phone-in-30-seconds-an-israeli-firm-says-it-can/tab/comments/)

          • Am 8. April 2014 um 14:17 von Heinz Hinrich

            Einfach mal auf dem Link in WSJ-Artikel klicken und nicht blind von EINER einzigen Quelle abschreiben bzw. diese übersetzen.

            http://blogs.wsj.com/tech-europe/2013/11/13/biological-semiconductors-could-transform-tech-industry/

          • Am 8. April 2014 um 15:56 von Heinz Hinrich

            http://www.bild.de/digital/handy-und-telefon/akku/neue-technologie-laedt-handys-in-30-sekunden-35415978.bild.html

            Wenn die Bild besser recherchiert als ZDNET……
            Ist es nicht langsam an der Zeit die Sache richtig zu stellen?

          • Am 8. April 2014 um 16:07 von Florian Kalenda

            Mir fehlt immer noch ein Nachweis, was in Tel Aviv präsentiert wurde. Ich war nicht dort. Der Artikel legt im Gegensatz zum von ihnen verlinkten seine Quellen offen (CNET bzw. WSJ). Ihre Kommentare stehen hier; ich denke, jeder kann sich – bei ZDNet – nun ein vollständiges Bild machen.

  • Am 8. April 2014 um 15:43 von Fabi

    Erstaunlich dass der Autor den Artikel, den er offensichtlich ohne irgendwelche Recherchen oder Nachprüfungen beim Wall Street Journal abgeschrieben hat, weder korrigiert noch entfernt.
    Hier werden völlig falsche Informationen übermittelt und niemanden stöhrts?
    Ich sollte ZDNet schnell wieder aus meiner Lesezeichenleiste entfernen..

  • Am 9. April 2014 um 15:33 von Daniel Bohn
  • Am 14. April 2014 um 2:11 von Onkelweiss

    Blödsinn!!!
    Standartakku S3 = 2100mAh/3,7v
    =Ladestrom ca. 2A bei Ladung in einer Stunde
    2A x 120
    =Ladestrom ca. 240A bei Ladung in 30sek und ca. 4V
    Macht immer noch ca. 20A bei Ladung mit 24V
    Vorausgesetzt der Akku enthält die nötige Elektronik um wieder auf 3,7V und somit auch wieder auf ca. 240A zu kommen.
    Wirkungsgrad e.c.a. mal völlig ausgelassen.
    Zu beachten Kontakte am Ladekabel liegen offen und für 20A scheinen die Kabel und der Modellbaustecker ziemlich unterdimensioniert.
    Jetzt kann sich doch mal einer die mühe machen das ganze auf ein Elektroauto hoch zu rechnen.

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