Microsoft-CEO Nadella: Mobile und Cloud kommen zuerst

In seiner ersten Rede als Microsoft-Chef erklärte Satya Nadella, er wolle eine "Brücke zwischen dem geschäftlichen und dem Verbrauchermarkt" schlagen. Microsoft sieht er immer noch als Softwareunternehmen, da "Software in unseren Geräten und Services verkörpert ist".

Der neue Microsoft-CEO Satya Nadella hat in seiner ersten Rede tägliche Innovation und eine IT gefordert, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Zu seinen erklärten Zielen gehört es, eine Brücke zwischen dem geschäftlichen und dem Verbrauchermarkt zu schlagen. Mobile und Cloud seien vorrangig für Microsofts Strategie – aber es bleibe ein Softwareunternehmen, da „Software die Geräte definieren wird“.

In der ersten Ansprache nach seiner Ernennung zum Chief Executive Officer wandte er sich in der Microsoft-Zentrale an ein ausgewähltes Publikum von Partnern und Kunden. Die 15-minütige Rede wurde als Webcast übertragen. Der 46-Jährige beschrieb seine 22 Jahre bei Microsoft als eine „erstaunliche Reise“ und kündigte an, in seiner neuen Rolle zuerst unterwegs sein zu wollen, um Kunden, Partner und Investoren zu treffen.

Satya Nadella an seinem ersten Tag als CEO (Bild: Microsoft)Satya Nadella an seinem ersten Tag als CEO (Bild: Microsoft)

„Wir kommen jeden Tag und erneuern uns durch Innovation“, sagte er. „Was wir früher getan haben, sehen wir im Rückspiegel.“ Bei Microsofts künftiger Strategie gehe es um Innovation in einer Welt, in der „Cloud und Mobile zuerst“ kommen. Es gehe nicht mehr um ein einzelnes Gerät, denn der Kunde verfüge über durchschnittlich vier Geräte und wolle sie alle nutzen. „Diese Erfahrungen zu schaffen, das steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.“

Der bisher bei Microsoft für die erfolgreiche Cloud und Enterprise Group verantwortliche Nadella sprach von einer „IT, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“. Microsoft werde nach der Schaffung von Produkten und Diensten streben, bei denen „der Endbenutzer die von ihm gewünschte Erfahrung bekommt und die IT die Kontrolle, die sie möchte.“ Es unterscheide nicht zwischen Business- und Consumer-Produkten, sondern denke zuerst an den Nutzer: „Wir wollen eine Brücke zwischen dem geschäftlichen und dem Verbrauchermarkt schlagen.“

Von der Losung „One Microsoft“ seines Vorgängers Steve Ballmer will sich Satya Nadella offenbar nicht verabschieden. Während Ballmer zuletzt aber stets die Konzentration auf Geräte und Dienste betonte, erinnerte der neue CEO mehrfach daran, dass Microsoft noch immer und in erster Linie ein Softwareunternehmen ist. „Software wird die Geräte definieren“, sagte er und sprach von „Software, die in unseren Geräten und Services verkörpert ist“.

[mit Material von Charles Cooper, News.com]

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9 Kommentare zu Microsoft-CEO Nadella: Mobile und Cloud kommen zuerst

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  • Am 5. Februar 2014 um 15:14 von Mac-Harry.de

    Natürlich wird er sich von der Ideen „Geräte und Services“ verabschieden, denn Geräte kommen von Apple und Services von Google. Besser, weiter, höher.

    Microsoft kann mit Besinnung auf die Wurzeln aus dem desaströsen Hick-Hack entkommen, indem sie in der Tat endlich Innovationen vorlegen. Beispielsweise, um Geräte miteinander sprechen zu lassen. Beispielsweise mit einem Office-Paket auf den wichtigen mobilen Plattformen Android und iOS. Es gibt noch so viel, was Microsoft liefern könnte und was auch alle Apple- und Android-Kunden kaufen würden, wenn es nur vernünftige Software ist.

    Ein Surface, eine X-BOX, ein Phone, … sind alles Ansätze, die in Nachbars Garten statt finden. Die PC-Welt war gestern und da hat Microsoft sein ziel doch gut erreicht. Ein PC in jedem Haus. Hat geklappt. Doch heute lautet die Devise: „Ein Computer in jeder Hosentasche“. Da hat gar nichts geklappt bei Microsoft. Wieso also nicht Software und Services für diese Geräte herstellen, wie es schon immer war? Statt sich mit komischen Zwitter-Tablets und nicht akzeptierten Phone-Systemen zu beschäftigen.

    Microsoft hat das Zeug für mehr, gute Leute und auch genug Geld für entsprechende Investments. Bleibt zu hoffen, dass Nadella sich nicht zu sehr von Ballmer rein reden lässt und als emanzipierter CEO mit Gates im Nacken die Weichen ENDLICH komplett neu stellt. Weg von den ganzen Irrwegen hin zu dem, was sie am besten können. Software und Verbindungen (Cloud Computing)

    • Am 5. Februar 2014 um 16:43 von Chris

      „…Ein Surface, eine X-BOX, ein Phone, … sind alles Ansätze, die in Nachbars Garten statt finden. Die PC-Welt war gestern… “

      Bleib doch mal auf dem Teppich…ach ne, geht bei Dir so gar nicht.
      XBox und Playstation, mehr zählt nicht. Wo soll da was in Nachbars Garten stattfinden?
      Windows Phone: In vielen Ländern schon an iOS vorbeigezogen, wächst und wächst – auch Hersteller werden es wieder mehr – ein „nichtakzepiertes“ OS sieht anders aus.
      Surface: Who cares, es hat seinen Zweck erfüllt. Windows 8 Tablets werden immer mehr, wie die Nexus Reihe bei Google.
      PC tot? Hättest du gerne, weil Apple da mit 3-4% rumdümpelt. Wir brauchen PCs noch eine ganze Weile. Genauso wie billige Feature Phones und bald ebenso billige Smartphones.

      • Am 5. Februar 2014 um 17:09 von Franky

        ausserdem schreit er (Harry) immer nach fehlenden Innovationen bei MS. Was ist denn bitteschön mit Kinect 2.0? Das Teil ist mega Innovativ und löst bei nahezu jedem einen Wow-effekt aus. Das komplette Homeentertainment System (also inkl. TV und AV-Receiver) über die Sprache zu bedienen ist einfach nur geil und funktioniert super. Für mich eins der Innovativsten entwicklungen der letzten 5 Jahre. Wers kennt weiss was ich meine. Wo bleibt denn bitte Apple TV? Wenn das irgendwann auf den Markt kommen sollte, ist es doch schon wieder veraltet…

  • Am 5. Februar 2014 um 16:12 von Chris

    Na das kann ja heiter werden. Noch mehr Clouddienste, noch mehr Cloudzwang. Wird Windows 9, 10, 11 dann nur noch ein rudimentäres OS welches nur noch die Hardwarekomunikation ermöglicht und der Rest geht nur noch über Software as a Service? Aus Nadella’s Sicht, also der eines Informatikers, ist die Cloud natürlich ein dolles Ding. Aus Sicht der wohl meisten Unternehmer aber ein Schreckgespenst.
    Von Gates an seiner Seite als Technischer Berater weiß man auch nicht so genau, was man davon halten soll? Ist Gates seiner Zeit immer noch zu weit voraus (so wie mit Tablets, SmartWaches etc.) Oder ist er nur noch ein Dinosaurier? Oder sollte er tatsächlich mal das Richtige zur richtigen Zeit anstoßen? Ich bin da so uneinig wie der Aktienkurs.

    • Am 5. Februar 2014 um 20:12 von PeerH

      Das war der erste sachliche Beitrag seit über vier Monaten. Und nun gibst Du damit gleich an, indem Du GROßBUCHSTABEN nutzt? ;-)

  • Am 5. Februar 2014 um 18:14 von Mac-Harry.de

    In welchem Keller hat man Euch eigentlich eingesperrt, dass ihr unfähig geworden seid, Dinge sachlich zu besprechen? Wer hat Euch eigentlich so zugerichtet, dass es immer direkt persönlich und fast unter die Gürtellinie geht. ich bedaure das sehr. Ich wünsche Euch weiterhin viel Verfügen dabei. Echt schade, Jungs!

    • Am 5. Februar 2014 um 18:36 von Chris

      Siehste, eben nicht eingesperrt, daher das Erkennen DEINER Unsachlichkeit und die Reaktion darauf. Wie Du lesen kannst ist MEIN Kommentar zum THEMA sehr Sachlich, meine Antwort auf DEINE Weltverzerrung entsprechend.

    • Am 5. Februar 2014 um 20:17 von Franky

      „in welchem Keller hat man Euch eingesperrt“. Hehe :-). Der erste der hier gerade richtig unsachlich wird bist Du. Einfach immer alle Fakten zu verdrehen bringt nunmal nichts. Da wirst du schon damit leben müssen, dass man dich nicht ernst nimmt und sich gerne mal lustig macht. Ist ja nicht weiter böse gemeint… ;-)

  • Am 5. Februar 2014 um 20:50 von Judas Ischias

    Mac-Harry, falls Du tatsächlich eine Person kennen solltest, die nicht mit der Apfelbrille rumläuft, dann lass dir doch mal in Ruhe erklären, warum auf deine Kommentare solche Reaktionen erfolgen.

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