HP-CEO spricht über Android statt Windows 8

Meg Whitman setzt auf verschiedene Betriebssysteme, Architekturen und Formfaktoren. Sie will mit Android zuvor nicht abgedeckte Marktsegmente besetzen. Für besonders vielversprechend hält sie den Markt für konvergente Infrastrukturen.

In der Telefonkonferenz zu den Zahlen des zweiten Fiskalquartals 2013 ist HP-CEO Meg Whitman mehr auf die neuen Android-Geräte des PC-Herstellers als auf Windows-8-Geräte eingegangen. Sie verdeutlichte damit die zunehmende Neigung von HP zu alternativen Betriebssystemen, zu denen insbesondere Android zählt. „Indem wir verschiedene Betriebssysteme, verschiedene Architekturen und verschiedene Formfaktoren nutzen, entwickeln wir schneller die von den Kunden gewünschten Geräte“, sagte sie.

Anschließend sprach sie über neue Android-Geräte, ohne dabei Windows 8 überhaupt noch zu erwähnen. „Nach der Einführung unseres ersten Chromebooks im Februar haben wir im zweiten Quartal das Slate 7 herausgebracht“, sagte Whitman und nannte das Interesse an diesem Tablet ermutigend. Sie erwähnte außerdem das SlateBook x2 als „das erste Android-Hybridgerät mit dem Mobilprozessor Nvidia Tegra 4.“

Meg Whitman stellte in der Analystenkonferenz Android-Geräte wie das SlateBook x2 heraus (Bild: HP)Meg Whitman stellte in der Analystenkonferenz Android-Geräte wie das SlateBook x2 heraus (Bild: HP)

Später thematisierte Whitman PCs, stellte aber auch in diesem Zusammenhang Android als wichtige Komponente im Produktmix heraus: „Was PCs angeht, liebt uns der Channel immer noch, wenn wir das richtige Produkt zum richtigen Preis haben. Und um ehrlich zu sein, es hilft hier viel, über Android-Produkte zu verfügen. Das Slate für 169 Dollar hilft, ein Marktsegment abzudecken, das wir zuvor nicht hatten.“

Insgesamt gab sich Whitman weiterhin optimistisch. „Wir machen Fortschritte“, sagte sie und sprach erneut von der „mehrjährigen Reise“, auf die sich HP begeben habe. Die im April vorgestellten Moonshot-Server sowie konvergente Infrastrukturen bezeichnete sie als „Basis für die Cloud von morgen.“ Heute gehe es aber darum, für alle Unternehmenssparten von Servern bis Storage ein Gleichgewicht zwischen den „Stärken der Vergangenheit“ und den „Stärken der Zukunft“ zu finden.

Finanzchefin Cathy Lesjak räumte hinsichtlich der geringeren Einnahmen in allen Unternehmensparten ein, dass das abgelaufene Quartal nicht wie von HP erwartet ausfiel. Ein Lichtblick sei die Sparte für konvergente Infrastrukturen, die sich im Jahresvergleich um 48 Prozent verbesserte. HP-Chefin Whitman beschrieb den Markt der konvergenten Infrastrukturen als „hart umkämpft“ mit vielen Technologiefirmen, die sich Anteile sichern wollten. „Für mich läuft alles darauf hinaus, dass wir gewinnen wollen, und wir haben diesen Willen“, sagte sie.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com, und Rachel King, ZDNet.com]

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Themenseiten: Android, Betriebssystem, Business, Hewlett-Packard, Quartalszahlen, Windows 8

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu HP-CEO spricht über Android statt Windows 8

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  • Am 23. Mai 2013 um 20:00 von Ralf

    Geht doch! Weiter so, dann klappt´s auch mit dem Umsatz (und Gewinn)!

    • Am 8. Juni 2013 um 15:14 von Martin Unterberg

      Der nächste Fehler, nur auf Android zu setzen. Das mag im privaten Bereich wichtig sein, obwohl hier niemand auf Tablets von HP gewartet hat, der Zug ist eigentlich schon abgefahren.

      Im Business Tablet Bereich wird Microsoft Windows 8 durchsetzen, aufgrund der Kompatibilität und weil Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden, und weil MS alles dafür tun wird. Unsere Firma wird aus den beiden Gründen nie ein Android Tablet einsetzen. Und Windows 8 wird nachgebessert, so dass es auch als Desktop Lösung in Frage kommen wird. Was für eine Schnapsidee wohlmöglich über Android als OS für Notebooks nachzudenken oder solche Rechner anzubieten wie es HP tun will.

      HP hinkt wieder einmal hinter dem Geschehen her. Die CEOs sind zu fern von der Front (HP ist auch nicht ebay), und ihre Berater scheinen neben sich zu stehen. Das führt zu falschen Entscheidungen. Schade für das Unternehmen.

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