Foxconn baut zusätzliche Fabrik für Apple-Produkte in China

Auf einem 40.000 Quadratmeter großen Areal sollen bis zu 35.800 Arbeiter tätig werden. Foxconn hofft auf eine jährliche Produktion im Wert von rund einer Milliarde Dollar. Geschätzte 55,8 Millionen Dollar bleiben davon in China hängen

Foxconn investiert 210 Millionen Dollar in eine weitere Fabrik für Apple-Produkte. Sie solle im Oktober die Arbeit aufnehmen, schreibt China Daily. Standort sei die ostchinesische Provinz Jiangsu.

Logo von Foxconn

Die Baufläche ist laut der chinesischen Zeitung rund 40.000 Quadratmeter groß. 35.800 Arbeiter sollen dort exklusiv an Produkten für Apple arbeiten, die im Jahr einen Endverkaufswert zwischen 949 Millionen und 1,1 Milliarden Dollar erzielen. Die Import-Export-Bilanz soll bei 55,8 Millionen Dollar liegen.

Welche Produkte Foxconn in Jiangsu für Apple fertigen wird, ist unklar. Diesen Monat hatte Foxconn-CEO Terry Gou schon ausgeplaudert, man sei wegen eines kommenden Apple-Fernsehers bei einer LCD-Fabrik von Sharp eingestiegen. Die Anlage, die Fernsehbildschirme herstelle, stehe im japanischen Sakai.

Foxconn ist seit einer Serie von Arbeiter-Selbstmorden vor fast zwei Jahren nicht mehr aus der Kritik gekommen. Allerdings trug es durch Versprechungen, die es dann nicht einlöste, seinen Teil zu der Negativwerbung bei. Obwohl auch Dell und HP bestimmte Produkte bei Foxconn fertigen lassen, traf die Kritik unter den IT-Firmen hauptsächlich Apple.

Apple reagierte unter seinem neuen CEO Tim Cook und gab eine Prüfung durch die unabhängige Fair Labor Association (FLA) in Auftrag. Sie beanstandete schwere Arbeitsrechtsverstöße, exzessive Überstunden sowie Risiken für die Gesundheit der Angestellten. Foxconn musste daraufhin versprechen, es werde seine Fabriken bis Juli 2013 in Einklang mit den FLA-Richtlinien bringen. Gou zufolge übernimmt Apple die Hälfte der anfallenden Kosten.

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

Arbeiter eines Apple-Zulieferers in Shanghai (Bild: Apple)
Arbeiter eines Apple-Zulieferers in Shanghai (Bild: Apple)

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