Qimonda einigt sich mit US-Töchtern über Milliardenforderungen

Auch der Streit um über 800 Patente und Patentanmeldungen ist beigelegt. Sie wurden der Qimonda AG zugesprochen. Damit ist der Weg frei für die Verwertung der Patente durch Lizenzierung und Verkäufe.

Qimonda behält rund 800 von seinen US-Töchtern geforderte Patente zugesprochen (Bild: Qimonda).

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Qimonda AG hat Insolvenzverwalter Michael Jaffé mit den US-Töchtern Qimonda North America Corp. und Qimonda Richmond LLC einen Vergleich über strittige Milliardenforderungen geschlossen. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass die Rechte für über 800 Patente und Patentanmeldungen bei der Qimonda AG liegen.

Die Qimonda AG, über deren Vermögen das Amtsgericht München am 1. April 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet hat, kann nach Angaben des Insolvenzverwalters mit rund 9000 weltweiten Patenten und zahlreichen Patentanmeldungen nun uneingeschränkt über eines größten Patent-Portfolios auf dem Gebiet der Halbleitertechnologie verfügen.

Die beiden US-Töchter befinden sich in einem Chapter-11-Verfahren. Sie hatten hatten von der Qimonda AG ingesamt über 2,1 Milliarden Dollar gefordert. Die AG erhob ihrerseits Forderungen in Höhe von mehr als 1,7 Milliarden Dollar an die Töchter. Dagegen klagten die US-Firmen vor dem US Bankruptcy Court in Delaware. Dem jetzt erreichten Vergleich haben die Gläubigerausschüsse sowie der für die US-Gesellschaften zuständige Bankruptcy Court bereits zugestimmt.

„Dieser Vergleich ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Hierdurch wurde ein wesentliches Verwertungshindernis für die Vermarktung und Lizensierung beseitigt“, so Jaffé. „Zugunsten der Gläubiger der Qimonda AG konnten jahrelange kostenaufwändige Prozesse in den USA vermieden werden. Nun werden wir die Verwertung des Patentportfolios durch Lizenzierung und Verkäufe einzelner Pakete mit Hochdruck fortsetzen.“

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1 Kommentar zu Qimonda einigt sich mit US-Töchtern über Milliardenforderungen

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  • Am 26. Oktober 2010 um 12:55 von macbenutzer

    The same precidious as every year
    Wäre noch interessant gewesen wie hoch den jetzt der Obolus an den großen Bruder ist.

    Schliessen die Amis in Euroland ne Bude läuft das irgendwie anders ab.
    Naja jetzt wo amerikanische Führungskräfte die europäische Wirtschaft Stück für Stück übernehmen wird sich das bald ändern. Dann haben wir endlich Manager die auch in der Lage sind unsere Interessen durchzusetzen.
    Oder doch nicht ;-(

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