Facebook kauft Reiseportal NextStop – und schließt es

NextStop-Kunden können ihre Daten exportieren. Facebook will die Reise-Datenbank unter einer Creative-Commons-Lizenz frei zugänglich machen. Die schnelle Schließung eines Zukaufs ist nicht ungewöhnlich für das Social Network.

Facebook hat das Start-up NextStop gekauft, das Reiseempfehlungen für Urlauber anbietet. Die Bedingungen der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass der NextStop-Dienst ab sofort eingestellt wird.

„Wir werden uns Facebook anschließen. Facebook hat den Großteil des Firmenvermögens gekauft“, heißt es auf der NextStop-Website. Der Dienst werde am 1. September schließen. Die Mitglieder bekämen eine Reihe von Tools zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihre individuellen Reiseführer exportieren könnten.

„In den nächsten Wochen werden wir die NextStop-Datenbank mit Sehenswürdigkeiten und Reiseempfehlungen unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen. Sie wird in einem Format vorliegen, das den Import der Daten erleichtert. Wir wollen es anderen Produkten ermöglichen – egal, ob es sie schon gibt, oder ob sie noch entwickelt werden – das gesammelte Wissen der NextStop-Community zu nutzen. Dazu zählen rund 100.000 Empfehlungen rund um Sehenswürdigkeiten in aller Welt.“ Die Einstellung von NextStop bezeichnet das Unternehmen in einer FAQ-Liste als „schwere Entscheidung“.

Statt an dem Dienst selbst ist Facebook offenbar ausschließlich am Know-How der NextStop-Entwickler interessiert. „Wir haben die Leistungen des Entwicklungsteams seit längerer Zeit mit großer Anerkennung verfolgt und freuen uns, dass es sich Facebook anschließt“, teilte das Social Network mit.

Facebook neigt generell dazu, erworbene Unternehmen kurze Zeit später zu schließen. Dasselbe Schicksal wie NextStop ereilte zuvor schon den Bilder-Dienst Divvyshot, der im April gekauft und nur sechs Wochen später geschlossen wurde. Eine Ausnahme bildet die Übernahme von FriendFeed vor knapp einem Jahr. Dieser Einkauf war um einiges größer als NextStop und der Dienst blieb bestehen. FriendFeed-CEO Bret Taylor ist jetzt Chief Technology Officer bei Facebook.

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