MySpace Music denkt angeblich über Abomodell nach

Die News-Corp-Tochter verhandelt Insidern zufolge schon mit den großen Musiklabels. Die Umstellung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Laut MySpace-Music-Präsident Courtney Holt sind hingegen keine Änderungen geplant.

MySpace Music könnte seinen bislang kostenlosen Dienst bald gebührenpflichtig machen. Wie ZDNet aus gut informierten Kreisen erfahren hat, hat die News-Corp-Tochter mit den großen Plattenfirmen schon Gespräche über die Einrichtung eines Abodienstes gesprochen.

Die Aussagen bestätigen einen Bericht des Musikmagazins Side-Line, laut dem MySpace Music auf ein Bezahlmodell umgestellt werden soll. Zur Zeit verschlinge der Dienst sehr viel Geld für Lizenzgebühren. Gerüchte sprechen von bis zu 20 Millionen Dollar (rund 16 Millionen Euro) pro Monat. MySpace nahestehende Quellen behaupten hingegen, dass die tatsächlichen Kosten viel geringer seien.

Die Quelle, mit der ZDNet gesprochen hat, erklärte, dass die Umstellung von MySpace Music auf einen Bezahldienst noch in diesem Jahr erfolgen werde. Courtney Holt, Präsident von MySpace Music, erklärte jedoch: „Wir suchen immer nach neuen Verdienstmöglichkeiten. Aber wir planen keine Änderung unseres derzeitigen Angebots, zu dem auch das Streaming von kostenloser Musik gehört.“

MySpace Music ist ein Joint Venture von Rupert Murdochs News Corporation und den vier großen Musiklabels Warner Music, Sony Music, EMI sowie Universal Music. Der Dienst startete im September 2008 in den USA. Seitdem wurden die Musikdienste iLike und Imeem zugekauft.

Eine Abschaffung des Geschäftsmodells „kostenlose Musik gegen Werbeanzeigen“ käme nicht sehr überraschend. News-Corp-Chairman Rupert Murdoch hat bereits erklärt, alle Nachrichteninhalte seines Unternehmens, sowie das Videoportal Hulu kostenpflichtig zu machen. Er gilt als prominenter Befürworter von Bezahlinhalten im Web. News Corp hat außerdem eine 900-Millionen-Dollar-Lücke bei den Werbeeinnahmen zu füllen, da ein Anzeigenvertrag mit Google im August ausläuft.

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