Sun entlässt weitere 3000 Mitarbeiter

Dies entspricht etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft. Sun begründet den Schritt mit Verzögerungen bei der Übernahme durch Oracle. Der Jobabbau verursacht geschätzte Zusatzkosten von bis zu 125 Millionen Dollar.

Sun Microsystems plant die Entlassung von weiteren 3000 Mitarbeitern, rund zehn Prozent der Angestellten weltweit. Die Kündigungen sollen im nächsten Jahr ausgesprochen werden. Das geht aus Unterlagen hervor, die Sun bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hat.

Den Schritt begründet Sun mit den Verzögerungen bei der geplanten Übernahme durch Oracle und der Anpassung von Ressourcen an strategische Ziele. Das Unternehmen erwartet Zusatzkosten durch Abfindungen zwischen 75 und 125 Millionen Dollar. Der größte Teil davon falle voraussichtlich im zweiten und dritten Quartal des am 30. Juni 2010 endenden Geschäftsjahrs an, heißt es in den Unterlagen.

Es ist der zweite große Jobabbau bei Sun Microsystems innerhalb von zwölf Monaten. Im November 2008 hatte das Unternehmen eine umfassende Restrukturierung angekündigt und 6000 Stellen gestrichen, 18 Prozent der damaligen Belegschaft.

Die geplante Übernahme von Sun durch Oracle benötigt noch die Zustimmung der Europäischen Kommission. Das US-Justizministerium hat den 7,4-Milliarden-Dollar-Deal im August abgesegnet. Die EU hingegen befürchtet Auswirkungen auf den Markt für Datenbanken, da Oracle mit dem Kauf von Sun auch die Open-Source-Datenbank MySQL erhält. Eine Entscheidung der Kommission wird im Januar 2010 erwartet.

Themenseiten: Business, IT-Jobs, Oracle, Sun Microsystems, Übernahmen

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