Chrome ab sofort mit Picture-in-Picture-Modus

Videos können als Pop-up über und außerhalb eines Browserfensters schweben. Das Feature ist ab Chrome 70 standardmäßig aktiviert. Websites müssen dafür ihre Videoplayer aktualisieren und die Bild-in-Bild-API unterstützen.

Nach monatelanger Entwicklung hat Google in seinem Chrome-Browser den Picture-in-Picture-Modus (PiP, Bild-in-Bild) aktiviert. Das erlaubt Websites, ein Video als schwebendes Pop-up über einem Fenster und auch außerhalb des Browserfensters zu zeigen. Somit können Nutzer sich mit anderen Anwendungen beschäftigen und gleichzeitig ein passend platziertes Video im Auge behalten, das immer im Vordergrund bleibt.

Google Chrome (Bild: Google)

Die Unterstützung für den PiP-Modus wurde bereits im Mai dieses Jahres eingeführt, blieb aber noch versteckt und musste über Chrome-Flags freigeschaltet werden. Das eigentlich schon für Chrome 69 erwartete Feature wurde jetzt mit der Veröffentlichung von Chrome 70 standardmäßig aktiviert in den Browser-Versionen für Linux, Mac und Windows.

Mitspielen müssen aber auch noch die Websites, indem sie ihre Videoplayer aktualisieren und Googles Bild-in-Bild-API unterstützen. Bereits dabei sind Youtube, Vimeo, DailyMotion und andere bekannte Videoplattformen.

Außerdem bleibt der Weg zum freischwebenden Video-Pop-up noch etwas umständlich, solange Videoplayer keine eigenen Bedienelemente für den PiP-Modus aufweisen. Nutzer müssen daher mit zwei Rechtsklicks auf ein laufendes Video nachsehen, ob ein sich öffnendes Auswahlmenü die Option „Bild-in-Bild“ bietet. Ein Klick auf diese Option ruft dann das Video in einem Pop-up auf, das der Nutzer beliebig bewegen und in der Größe verändern kann.

In einem Blogeintrag gibt Google-Mitarbeiter François Beaufort Software-Entwicklern Hinweise zum Umgang mit der API. Beaufort war an der Entwicklung der standardisierten Bild-in-Bild-API beteiligt und hat außerdem die Chrome-Erweiterung Picture-in-Picture veröffentlicht, die der Browserleiste einen eigenen PiP-Button hinzufügt.

Eine Picture-in-Picture-Unterstützung führte der Apple-Browser Safari schon im September 2016 mit einer Webkit-API auf macOS Sierra ein. Sechs Monate später sorgte Google bei Android O mit einer nativen Android-API für das automatische PiP-Abspielen von Videos auf Mobilgeräten. Auch Opera 57 aktivierte Ende August standardmäßig die PiP-Unterstützung. Mozilla will in Firefox ebenfalls mit einer PiP-API aufwarten, während sich Microsoft noch nicht festgelegt hat.

[mit Material von Catalin Cimpanu, ZDNet.com]

Themenseiten: Browser, Chrome, Google, Video

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