Bericht: Amazon entwickelt Messaging-Plattform Anytime

Sie soll plattformübergreifend auf Smartphones, PCs und Smartwatches zur Verfügung stehen. Amazon bewirbt den Dienst in einer Umfrage als kostenlos, schnell und sicher. Anytime soll auch Gruppen-Videochats unterstützen und sogar eine Shopping-Funktion bieten.

Amazon arbeitet angeblich an einer Messaging-Plattform namens Anytime, die einen ähnlichen Funktionsumfang bietet wie beispielsweise WhatsApp. Das geht aus Unterlagen für eine Kundenumfrage des Online-Händlers hervor, die AFTV News vorliegt. Die Anytime-App soll demnach auf Smartphones, PCs und Smartwatches zur Verfügung stehen.

(Bild: Amazon)Ein wichtiger Unterschied zu WhatsApp wäre, dass Nutzer nur den Namen einer Person benötigen, mit der sie kommunizieren wollen, und nicht deren Mobilfunknummer. Ob Nutzer ähnlich wie bei Skype jeden Kontakt einzeln genehmigen müssen oder wie bei WhatsApp die Zuordnung über den Abgleich der Adressbücher aller Nutzer erfolgt, ist unklar.

Allerdings geben die Umfrageunterlagen Einblick in den geplanten Funktionsumfang. „Von Textnachrichten bis Videochat und noch viel mehr, verbinde Dich sofort mit all deinen Freunden und Gruppen. Es ist kostenlos, es ist schnell und es ist immer sicher“, heißt es dort.

Anytime soll eine Kommunikation per Textnachricht, Sprach- und Videoanruf unterstützen. Die Gruppenfunktion soll auch Videochats und den Versand von Fotos ermöglichen. Nutzer können demnach mithilfe eines vorangestellten @-Zeichens zu einer Gruppe hinzugefügt beziehungsweise in einen Text- oder Videochat einbezogen werden.

Als Zusatzfunktionen soll Anytime Foto- und Videofilter bieten sowie Spiele, die Nutzer zusammen mit Freunden oder in Gruppen spielen können. Es soll außerdem möglich sein, den eigenen Standort mit anderen Anytime-Nutzern zu teilen, gemeinsam Musik zu hören oder auch eine Restaurant-Rechnung gemeinsam zu bezahlen.

Darüber hinaus wird Anytime offenbar auch Business-Funktionen bieten. Unternehmen sollen Kundenservice per Anytime anbieten oder Reservierungen entgegennehmen. Kunden sollen wiederum den Bearbeitungsstand ihrer Aufträge prüfen können. Zum Konzept gehört offenbar auch eine Shopping-Funktion.

Im Februar hatte Amazon den cloudbasierten Kommunikationsdienst Chime vorgestellt. Er ist allerdings auf Unternehmenskunden ausgerichtet und tritt gegen Angebot wie Microsoft Skype for Business und Cisco WebEx an. Im Consumer-Segment ist Amazon bisher nur mit Alexa Calling und Messaging vertreten. Der Dienst ermöglicht Videotelefonate und den Austausch von Nachrichten zwischen Amazon Echo Show und Geräten mit der Amazon-Alexa-App.

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Themenseiten: Amazon, Kommunikation, Messenger, Smartphone, Videokonferenz

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