Korea prüft Apples Verträge mit Mobilfunkanbietern

Apple soll sie zur Übernahme bestimmter Marketingkosten zwingen. Die Handelsbehörde des Landes bestätigt lediglich Ermittlungen gegen Apple. Auch die Kosten für die Reparatur defekter iPhones soll Apple auf die Mobilfunkprovider abwälzen.

Die südkoreanische Handelsbehörde Fair Trade Commission (FTC) untersucht „einige Angelegenheiten“ in Bezug auf die Geschäfte von Apple. Das erklärte FTC-Chairman Jeon Jae-Chan während einer parlamentarischen Anhörung, ohne irgendwelche Details zu den Ermittlungen zu nennen, wie die Agentur Reuters berichtet. Früheren Medienberichten zufolge prüft die Behörde die Beziehungen des iPhone-Herstellers zu koreanischen Mobilfunkanbietern.

Apple-Logo (Bild: Apple)In der vergangenen Woche hatten Quellen der Korea Times eine Verbindung zwischen den Ermittlungen und Apples Marketingverträgen hergestellt. Das Unternehmen soll seine Partner zur Abnahme einer Mindestmenge von Vorführgeräten zwingen und zudem jegliche Reparaturkosten auf seine Partner abwälzen.

„Die Fair Trade Commission ermittelt gegen Mobilfunkanbieter wegen der genauen Bedingungen der Verträge mit Apple und Apple Korea wird schon bald ebenfalls überprüft“, zitiert MacRumors aus dem Bericht der Korea Times.

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Apple mit der südkoreanischen Behörde auseinandersetzen muss. Im April musste das Unternehmen Klauseln in seinen Verträgen mit zertifizierten Service-Partnern ändern. Sie sahen vor, dass diese Firmen im Fall eines Streits mindestens ein Jahr lang keine Klage gegen Apple einreichen können. 2015 wies die FTC Apple zudem an, Kunden für die Reparatur von Geräten zu entschädigen.

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Die Quellen der Korea Times spekulieren nun, dass die Behörde ein Bußgeld gegen Apple verhängen könnte. Darüber hinaus müsste das Unternehmen seine Verträge ändern, falls die FTC Verstöße gegen koreanisches Recht feststellt.

Südkorea hat drei große Mobilfunkanbieter. Auf Verträge mit Android-Smartphones gewähren sie hohe Subventionen – nicht aber auf Verträge mit iPhones. Das werde als möglicher Hinweis darauf angesehen, dass Mobilfunkanbieter gezwungen seien, Apples Marketingkosten in Südkorea zu übernehmen.

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