Microsoft erweitert Office Online und OneDrive um Skype-Kommunikation

Nutzer können nun beim gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten Text-, Sprach- oder Videochats führen, ohne die Anwendung verlassen zu müssen. Das Chatfenster öffnet sich dann rechts neben der geöffneten Datei. Es stehen alle von Skype gewohnten Funktionen zur Verfügung, inklusive Smileys und Verlauf.

Microsoft hat wie im Oktober angekündigt Sprach- und Videochats via Skype in Office Online und OneDrive integriert. Ab sofort können Nutzer beim gemeinsamen Bearbeiten von Word-Dokumenten, Excel-Tabellen, PowerPoint-Präsentationen oder OneNote-Notizen, die im Cloudspeicher OneDrive abgelegt sind, direkt miteinander kommunizieren, ohne die Office-Apps verlassen zu müssen, wie das Microsoft Office Team in einem Blogbeitrag erklärt.

Um die Funktion zu nutzen, muss wie bisher das Dokument erst einmal anderen zugänglich gemacht („geteilt“) werden. Während sie daran arbeiten, werden ihre Namen in der Liste der Co-Autoren oben rechts in der Applikation angezeigt. Daneben findet sich der einer Sprechblase nachempfundene blaue Chat-Button. Zunächst ist er nur für in OneDrive gespeicherte Dateien verfügbar; für SharePoint und OneDrive for Business soll die Funktion bald nachgereicht werden.

Skype lässt sich in OneDrive und Office Online nun über den Chat-Button oben rechts aufrufen (Screenshot: Microsoft).Skype lässt sich in OneDrive und Office Online nun über den Chat-Button oben rechts aufrufen (Screenshot: Microsoft).

Ein Klick auf den Chat-Button öffnet das Skype-Chat-Fenster rechts neben dem Dokument. Die Co-Autoren werden automatisch als Empfänger der darüber versandten Nachrichten eingetragen, so dass die Konversation unmittelbar beginnen kann. Beim Versand einer Nachricht wird ihnen diese ebenfalls neben dem Dokument angezeigt.

Falls Instant Messages für die Abstimmung nicht ausreichen, lassen sich Chats wie von Skype gewohnt in eine Gruppentelefon- oder -videokonferenz umwandeln. Dazu reicht es, in dem Skype vorbehaltenen Bereich der Anwendung oben die entsprechenden Schaltflächen auszuwählen. Microsoft weist zudem darauf hin, dass in den Office-Online-Anwendungen ebenfalls die bekannten Smileys zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es eine Reihe von animierten GIFs, die sich über die Auswahl für Emoticons einfügen lassen.

Wichtiger für die Nutzung in Firmen dürfte aber die Option sein, den Chatverlauf noch einmal anzuzeigen, um Änderungen nachzuverfolgen oder nachzuvollziehen, wenn die Mitautoren bereits nicht mehr am Dokument arbeiten. Dies ist über das Skype-Logo neben dem Teilen-Button möglich.

Das Chatfenster wird dann direkt neben dem Dokument angezeigt. Dort finden sich auch Schaltflächen, um eine Sprach- oder Videokonferenz zu starten (Screenshot: Microsoft).Das Chatfenster wird dann direkt neben dem Dokument angezeigt. Dort finden sich auch Schaltflächen, um eine Sprach- oder Videokonferenz zu starten (Screenshot: Microsoft).

Microsoft macht damit einen weiteren wichtigen und für Anwender nützlichen Schritt bei der Integration von Skype in seine Office-Produkte. Erst im Januar lieferte es die Integration in Outlook für iOS und Android nach. Seitdem können Anwender der mobilen Outlook-Ausgaben beim Erstellen oder Bearbeiten eines Termins einen Skype-Link hinzufügen, indem sie den Schalter „Skype-Besprechung“ aktivieren. Zum Zeitpunkt des Termins reicht ein Klick auf den Link im Kalender, um ein Skype-Gespräch zu starten. Unter iOS werden auch Gruppenkonversationen unterstützt.

Außerdem wurde kurz darauf Skype für Android um Kalenderfunktionen und Anrufplanung ergänzt. Dadurch lässt sich nun beispielsweise ein Termin für ein Skype-Gespräch in den Kalender eintragen und eine Einladung verschicken. Außerdem können Nutzer via Einzel- oder Gruppenchats erhaltene Office-Dateien auch unter Android ohne Zwischenschritt in Word, Excel oder PowerPoint öffnen.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

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Autor: Björn Greif
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3 Kommentare zu Microsoft erweitert Office Online und OneDrive um Skype-Kommunikation

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  • Am 8. März 2016 um 23:54 von Klaas Klever

    Und stellt Skype für Fernseher ins Aus. Konsequente Strategie. ;-)

    • Am 9. März 2016 um 11:28 von Judas Ischias

      Vielleicht hat Microsoft sich mit Samsung gestritten, oder die Fernseher gefallen nicht? ;)
      In letzter Zeit muss man sich wirklich fragen, ob das alles so richtig durchdacht ist was da in den letzten Monaten bei Microsoft passiert.
      Wenn man nur mal die ganzen Probleme mit den Updates sieht, die werden immer wieder verschoben, sich aber nicht konkret zu geäußert.
      Ich glaube mit meiner vor Wochen schon sehr optimistisch abgegebenen Prognose, dass ich mit einem funktionierenden Windows 10 Mobile erst im Mai rechne, liege ich wohl daneben.
      Windows 10 Redstone 2 wird auf Frühjahr 2017 verschoben, weil es dann angeblich jede Menge neue Geräte gibt.
      Irgendwie alles sehr seltsam.

  • Am 10. März 2016 um 20:34 von Jachen Carl

    Was steht da, OneDrive? Jene Server werden das nicht überstehen. Oder besser gesagt deren Anwender. Denn OneDrive Transfers sind das lahmste, was ich bisher erlebt habe.

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